RFC hofft auf richtige Mischung

Die Reichenbacher Fußballer haben morgen ein wichtiges Heimspiel vor der Brust. Trotz der Personalsorgen will der Landesligist mit Mut und mit Lockerheit punkten.

Reichenbach.

Die Personalsituation beim Reichenbacher FC hat sich vorm Heimspiel der Fußball-Sachsenliga morgen, 15 Uhr gegen den FC Lößnitz wieder einen Tick verbessert. Durch die Rückkehr von Marcel Schwandner, Fabian Papkalla und Robert Schaller stehen Trainer Ronald Färber drei Spieler mehr als in der Vorwoche in Glauchau zur Verfügung. Dort hatten die stark ersatzgeschwächten Reichenbacher (elf Ausfälle) das Spiel lange offen gehalten und am Ende etwas zu hoch 1:4 den Kürzeren gezogen.

In den Trainingseinheiten unter der Woche ging es für die Reichenbacher in erster Linie ums Passspiel und die Passsicherheit. "Wir haben zuletzt zu viel Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren", begründete Ronald Färber. Dagegen waren für das Abschlusstraining am gestrigen Abend neben verschiedenen Spielformen vor allem Tor-Abschlüsse vorgesehen. "Es geht darum, Sicherheit zu bekommen und bissl Spaß reinzubringen, um trotz der angespannten Personalsituation die nötige Lockerheit beizubehalten", sagte Ronald Färber am Donnerstag.

Auch wenn sich zum wiederholten Mal wohl erst am Spieltag entscheiden wird, mit welcher Startformation der RFC auf den Platz geht, hat der Trainer klare Vorstellungen vom Auftritt seiner Mannschaft. "Ich werde den Jungs mit auf den Weg geben, dass wir mutiger als in Glauchau auftreten müssen, wo wir uns stellenweise versteckt haben. Wir haben ein Heimspiel, wollen selbstbewusst auftreten und das Beste aus der Situation machen", kündigt der 50-Jährige an.

Mit dem FC Lößnitz läuft morgen eine Mannschaft im Stadion am Wasserturm auf, die in der Vorsaison in der Abschlusstabelle direkt hinter dem RFC eingekommen war. In der laufenden Serie stehen die Erzgebirger nach zwei Siegen sowie einem Remis und einer Niederlage jedoch drei Punkte besser da als die Reichenbacher. Ronald Färber überrascht das nicht. "Lößnitz hatte bereits in der vergangenen Saison eine richtig gute Landesliga-Mannschaft. Und sie haben sich im Sommer gut verstärkt", sagt er. An der Seitenlinie steht bei den Lößnitzern seit Saisonbeginn mit René Klingbeil ein Ex-Profi, der es auf 51 Einsätze in der 1. Bundesliga für den Hamburger SV und 149 Partien in der 2. Liga für Erzgebirge Aue brachte. Der 36-Jährige rechnet morgen mit voll motivierten Gastgebern. "Nach der Pleite in Glauchau wollen sie gegen uns sicher eine Reaktion zeigen und somit auch vermeiden, in der Tabelle gleich hinten reinzurutschen", sagt Klingbeil.

Der Lößnitzer Trainer erwartet vom RFC eine einfache und ergebnisorientierte Spielweise. Dem wollen die Lößnitzer mit ihrer fußballerischen Qualität begegnen, um ihren ersten Auswärtssieg in der Meisterschaft einzufahren. Bis auf den verletzten Deland und den verhinderten Schreiter sind bei den Erzgebirgern wohl alle Spieler an Deck. Ihr bislang erfolgreichster Torschütze ist Philipp Hauck, der es vor zwei Jahren zu zwei Kurzeinsätzen beim benachbarten Zweitligisten Erzgebirge Aue gebracht hatte.

Ein Blick in die Statistik sollte den RFC-Kickern Mut machen. Zum einen spricht die Bilanz der letzten 25 Vergleiche mit zehn Siegen, sieben Unentschieden und acht Niederlagen für die Vogtländer. Zum anderen konnte Reichenbach in den vergangenen fünf Jahren stets die Heimspiele gegen Lößnitz gewinnen. In der vergangenen Saison gelang dem RFC in Lößnitz ein 1:1 und daheim ein 3:1. (mit kjr)

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