RFC macht mit seinem ersten Auswärtszähler zwei Plätze gut

Die längste Auswärtsfahrt in der Fußball-Sachsenliga hat sich für Reichenbach gelohnt. Aufgrund einer starken Leistung war bei Eintracht Niesky sogar mehr als das 0:0 möglich.

Reichenbach.

Die erste Negativ- serie ist gerissen. Der Reichenbacher FC hat am Sonntag beim Neuling Eintracht Niesky seinen ersten Auswärtszähler in dieser Saison geholt und sich im Klassement von Platz 13 auf 11 verbessert. Auf das erste Tor in der Fremde wartet der Verein aber weiterhin, genauso wie auf seinen ersten Auswärtsdreier in der Sachsenliga überhaupt. "Das muss uns erst mal einer nachmachen - mit drei Treffern sieben Punkte holen", staunte selbst der Reichenbacher Co-Trainer Ulf During.

Trotz der fehlenden Tore war es eine sehr unterhaltsame und intensiv geführte Partie auf gutem Niveau. Gemessen an den Chancenanteilen (8:5) ließ der RFC zwei Zähler in Niesky liegen. Er hatte den besseren Start und dreimal die Führung auf dem Fuß. Süß probierte es aus der Ferne - Latte (4.), ehe erst Petrovics (6.) und dann Strobel (10.) von der Strafraumgrenze am Nieskyer Keeper scheiterten. Die Anfangsoffensive verpuffte aber nach einiger Zeit. Meyer musste schon frühzeitig das Feld räumen. Ihm machte eine Schambeinentzündung zu schaffen. Ins Spiel kam Witzke.

Mitte des ersten Abschnittes bekam Eintracht leichten Aufwind und fand besser ins Spiel. Das erste Achtungszeichen setze Lehmann (19.), dessen Kopfball jedoch knapp am Dreiangel vorbeizischte. Gegen Höhers Drehschuss musste sich Bößneck in der 35. Minute das erste Mal richtig lang machen. Wenig später meldete sich der RFC im gegnerischen Strafraum zurück. Nötzel hob den Ball von links ins Zentrum, wo Petrovics am höchsten sprang, aber der nötige Druck hinter seinem Kopfball fehlte.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel setzten die Einheimischen zunächst die Akzente. Okinczyc nahm aus spitzem Winkel Maß. Bößneck konnte gerade noch die Kugel um den langen Pfosten lenken. Den anschließenden Eckstoß köpfte Jablonski an die Latte (53.). Nach diesem Weckruf war der RFC voll im Bilde. Der Gast nahm sein Herz in die Hand und setzte Niesky gewaltig unter Druck. Kein Ball wurde kampflos preisgegeben. Es entwickelte sich ein packender Fight, bei dem der Schiedsrichter gefordert war, aber in seinen Zweikampfentscheidungen richtig lag.

Die Vogtländer drängten mit Vehemenz auf die Führung. Zielwasser hatte sie wieder einmal keines getrunken. Mit der Einwechslung von Schwandner kam vorn ordentlich Leben in die Bude. In der 67. Minute tankte sich Nötzel in den Strafraum der Gastgeber. Sein Schuss wurde zur Ecke geklärt. Diese köpfte Schwandner in Richtung rechtes Dreiangel, wo Tormann Höher bekam gerade noch die Hand dran bekam. Den abgewehrten Ball erwischte Strobel mit der Stirn und setzte ihn auf die Latte. Nur wenige Augenblicke später wurde Schwandner am Elfmeterpunkt gut angespielt - rechter Pfosten. So stand gleich dreimal im Spiel das Aluminium im Wege.

Die letzten Minuten gehörten dann wieder dem Gastgeber. Bei einem Konter entwischte Jablonski seinem Bewacher, doch sein Kopfball landete in den Armen von Bößneck. Die letzte dicke Gelegenheit der Partie besaß in der Nachspielzeit Pechtl. Der bekam, halbrechts in den Strafraum einlaufend, von Petrovics die Kugel serviert. Aus vollem Lauf jagte er den Ball aus guter Schussposition vorbei.

Unterm Strich stand allerdings eine bärenstarke Vorstellung des RFC, der sich dieses Remis mehr als redlich verdient hatte. Das sah auch Trainer Ronald Färber so: "Die Körpersprache hat gestimmt und die Jungs haben heute alles rausgehauen. Alles eben - außer dem Schuss ins Tor. Wir waren die bessere Mannschaft, weil wir in den gesamten 90 Minuten die größeren Spiel- und Chancenanteile besaßen. Aber letztlich kannst du so eine Partie auch noch verlieren."

Statistik

Niesky: D. Höher, Schlegel (32. Deugoue Leugoue, Preuß, Lehmann, Jablonski, Janus, Garbe (72. J. Kliemt), T. Kliemt (63. Szynke), Nitsche, Okinczyc, M. Höher. Reichenbach: Bößneck - Albert, Demmler, Pechtl, Papkalla, Petrovics, Nötzel, Meyer (13. Witzke), Strobel, Süß (88. Dathe), Landmesser (57. Schwandner). SR: Schiefer (Annaberg-Buchholz). Zuschauer: 147.

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