RFC: Nachwaschen ist angesagt

Die Reichenbacher Fußballer wollen ihren Aufwärtstrend in der Sachsenliga heute in Lößnitz fortsetzen. Allerdings geht auch der Gastgeber mit Rückenwind ins Spiel.

Reichenbach.

Der Reichenbacher FC will sich nach dem 4:0 gegen Freiberg nicht lange im Glanz des zweiten Saisonsiegs sonnen. "Platz elf und sechs Punkte Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz - so gut standen wir noch nicht da. Das soll aber nicht nur eine Momentaufnahme sein", sagt Trainer Ronald Färber und fordert für den Halb- und Herbst- serienabschluss heute, 13.30 Uhr beim FC Lößnitz vollste Konzentration von seinem Team. "Unser Gegner hat zuletzt mit zwei Siegen Oberwasser bekommen. Wir haben in den letzten Wochen ebenfalls einen leichten Aufwind verspürt, den wir nun mit Zählbaren im Erzgebirge untermauern möchten."

Vor wenigen Wochen noch hatte er die mangelnde Durchschlagskraft seiner Angreifer bemängelt. Gegen Freiberg bewies der RFC, dass es auch anders geht, gleich drei Offensivleute (Meyer, Süß, Landmesser) trafen. " Das war eine schöne Sache, aber wir lassen uns jetzt nicht davon blenden. Vorn haben wir trotz des Kantersieges noch große Reserven", meint Färber, der zugleich seine Defensive lobt: "Lässt man die Klatschen gegen Eilenburg und Kamenz außen vor, dann haben wir in den restlichen elf Spielen im Schnitt nur einen Gegentreffer kassiert. Das ist kein schlechter Wert."

Glaubt man den Zahlen, dann werden die Zuschauer heute in Lößnitz mit Sicherheit kein Torfestival erleben. Es treffen mit dem gastgebenden FC und den Reichenbachern die beiden schussschwächsten Landesligateams aufeinander. Lößnitz hat erst elfmal die gegnerische Kiste wackeln lassen, der RFC kommt gerade mal auf ein Tor mehr.

Mit Routine und dem wohl dienstältesten Coach gingen die Erzgebirger ihr Debüt in Sachsens höchster Spielklasse an. Der seit 1997 im Verein tätige Mike Welwarsky (48) kann in seiner Mannschaft auf eine große Menge höherklassige Erfahrung bauen. Acht seiner Spieler sind bereits über 30 Jahre alt. Darunter die im Sommer vom aufgelösten FSV Zwickau II gekommenen und regionalligaerprobten Marcel Trehkopf und Marco Wölfel, die sich mit einigen Kickern aus dem Auer Nachwuchs (so auch der im Sommer vom RFC nach Lößnitz gewechselte Moritz Lehnard) natürlich den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben haben.

Gehörten beide Vereine bis zum RFC-Aufstieg vor zwei Jahren praktisch zum Inventar der ehemaligen Bezirksliga West, so duellierten sie sich im Spätsommer 2015 das erste Mal auf Sachsenebene. In der zweiten Pokalrunde schied der RFC beim 0:2 sang und klanglos aus, während er eine Spielserie davor um Punkte beide Male die Oberhand behielt. Auf dem Lößnitzer Kunstrasen, wo eventuell wegen der Witterung auch diesmal gespielt werden könnte, setzten sich die Reichenbacher 3:1 (Tore: Schwandner 2, Nötzel) durch. Im Rückspiel am 21. Juni 2014, der vorerst letzten RFC-Landesklassenpartie, stand ein knappes 2:1 (Tore: Gärtner, Meyer) zu Buche.

Beim heutigen Wiedersehen können beide nach Lage der Dinge fast in Bestbesetzung auflaufen. Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Dustin Franke und Marcel Maschke stehen Ronald Färber 18 Spieler zur Verfügung, darunter die gegen Freiberg gesperrten Marcel Schwandner und Maik Strobel. Auf Lößnitzer Seite fehlt Philip Hauck (fünfte Gelbe), der gemeinsam mit Werneke die interne Torschützenliste anführt (jeweils drei Tore). Leiter des Westsachsenderbys ist Jens Rohland aus Borna.

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