RFC: Schuh drückt in der Offensive

Fußball-Landesklasse: Trainer fordert mehr Mut

Reichenbach.

Neun Zähler nach zehn Spielen. Damit liegen die Fußballer des Reichenbacher FC eindeutig hinter den Erwartungen. Sie stecken in der unteren Hälfte der Landesklassentabelle fest und treten auf der Stelle. Wäre jetzt Saisonschluss, würde der momentane 13. Platz sogar den Abstieg in die Vogtlandliga bedeuten. Denn in der Landesliga befinden sich mit Rapid Chemnitz und Glauchau gleich zwei Vereine, die der Landesklasse West zugeordnet würden, unter dem ominösen Strich. Das hätte insgesamt vier Absteiger zur Folge. Über dieses Szenario weiß auch der Reichenbacher Trainer Steve Gorschinek Bescheid, der mit seinen Jungs jetzt alles dransetzt, um den Kontakt zum Mittelfeld nicht abreißen zu lassen.

Steve Gorschinek sagt: "Am Anfang der Meisterschaftsrunde hatten wir hinten merklich Probleme. Nach dem ersten Saisonsieg bei Blau-Weiß sind wir in der Defensive stabiler geworden. Doch in der Offensive drückt dafür jetzt merklich der Schuh. Wir spielen viel zu brav nach vorn, entwickeln zu wenig Durchschlagskraft. Oft fehlt auch der Mut." Beim morgigen Auswärtsspiel in Meerane fällt mit Paolo Süß ausgerechnet der bisher erfolgreichste Torschütze aus. Viermal hat der Gelb-Rot-Sünder der Vorwoche getroffen. Schon eine Fußballgeneration zurück liegen die letzten Vergleiche mit dem 2018er Meister der Zwickauer Kreisoberliga zurück. In den beiden gemeinsamen Bezirksligajahren 2000 und 2001 gewann der RFC zweimal, spielte einmal unentschieden und kassierte eine Niederlage. Danach ließ sich der Meeraner SV nur noch eine Serie in der Landesklasse (2015/16) blicken, stieg aber postwendend wieder ab. Nach einem Drittel der laufenden Saison haben sich die Meeraner ein ordentliches Polster nach unten geschaffen und rangieren mit einer ausgeglichen Bilanz auf Rang acht. Das sieht diesmal nach einem längeren Aufenthalt in der Landesklasse aus.

Für den RFC heißt es, morgen unbedingt etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. "Das zurückliegende Heimspiel gegen Thalheim wollten wir unbedingt gewinnen. Das klappte nicht. Am Ende mussten wir angesichts eines verschossenen Elfers und fast 30-minütiger Unterzahl sogar mit einem Punkt zufrieden sein. Die zwei fehlenden, die wir eigentlich eingeplant hatten, müssen wir uns jetzt woanders herholen. Ansonsten wächst der Druck immer mehr und das Abstiegsgespenst zieht ein", sagt der Trainer, der personell auf das Aufgebot der Vorwoche bauen kann. (omh)

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