Ringer schließen in Zwangspause Umbau ab

In der Halle des AV Germania Markneukirchen sind Sauna und Umkleidekabinen fertig. Der Verein reagiert damit auch auf wachsendes Interesse beim schönen Geschlecht.

Markneukirchen.

Die Ringerhalle in Markneukirchen ist in den vergangenen Monaten zu einem Schmuckkästchen geworden. Auch wenn derzeit die Anlagen für den Sportbetrieb verschlossen sind, so nutzten die Ringer des AV Germania den erneuten Lockdown zur Fertigstellung der dort laufenden Bauarbeiten. Die neigen sich nun langsam dem Ende entgegen. Stolz blicken die Verantwortlichen auf Jahre voller Arbeit, angefangen mit Antragstellungen, Verhandlungen mit Partnern, Behörden und Sponsoren, bis hin zu unzähligen Arbeitsstunden ehrenamtlicher Helfer, mit denen unter anderem Kosten eingespart werden konnten.

Das Ende der Baumaßnahmen hatte der Vereinsvorsitzende Jens Berndt mit seinem rührigen Organisationsteam ursprünglich auf Ende September 2020 angekündigt, denn genau zum Start in die Bundesligasaison wollte der Aufsteiger damit fertig sein. Doch der erste Corona-Lockdown und die damit einhergehende Verschiebung verschiedener Bauabschnitte, aber auch weitere Verhandlungen mit den Behörden verlängerten die Bauzeit. Dennoch konnten die Kämpfe Anfang Oktober starten.

Genau ein Heimkampf wurde dann schließlich in der höchsten deutschen Kampfklasse absolviert, dann war schon wieder Schluss. Corona machte dem Wettkampfkalender der Ringer einen kompletten Strich durch die Rechnung. Der Abbruch der Bundesligasaison musste am Ende auch von den Markneukirchener Verantwortlichen mitgetragen werden, stand doch angesichts steigender Infektionszahlen die Gesundheit der Athleten und Fans im Vordergrund.

Mit Beginn des erneuten Lockdowns im November konzentrierte sich die Germania-Führung auf die Fertigstellung der Anlage, denn die Umkleidekabinen und die Sauna befanden sich zu dem Zeitpunkt noch im Rohbau. "Geschuldet sind die Baumaßnahmen dem Mitgliederzuwachs. Kraftsportler, Freikämpfer und die Alten Markneukirchener Athleten nutzten neben den aktiven Athleten und dem Ringernachwuchs die Anlage, die Mitgliederzahl des AV Germania hat die Marke von 200 längst übersprungen", so Jens Berndt, für den der Ausbau eine Investition in die Zukunft ist. Die sei nur mit vielen Partnern und über Fördermittel möglich. "Wir haben ein Programm zur Förderung des ländlichen Raums genutzt und damit die neuen Umkleideräume ausgestattet", sagt Berndt. "Natürlich müssen wir Ringer mit der Zeit gehen. Auch Frauen haben in dieser einstigen Männerdomäne längst mehr als nur einen Fuß in der Tür. Das Frauenringen steht seit 2004 auf dem olympischen Programm, immer mehr Kampfrichterinnen schauen verstärkt auf die Einhaltung des Regelwerks bei den Kämpfen. Damit brauchen wir getrennte Umkleidekabinen und einen neuen Sanitärtrakt", nennt der Vorsitzende einen weitere Grund für die Bauarbeiten. Sein Verein hat damit die Möglichkeit, sich weiteren sportinteressierten Markneukirchenern und vor allem Markneukirchenerinnen zu öffnen.

"Wir hoffen, dass sich der positive Trend in der Mitgliedergewinnung nach der Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie fortsetzt", sagt Jens Berndt, der den Bogen hin zur weiteren Stärkung des Betriebs im Kraft- und Fitnessraum sowie zu den regionalen Sponsoren, aber auch zur Talentsichtung im Ringen schlägt. Die Kinder und Jugendlichen sollen möglichst wieder weg von der Spielekonsole, von PC und Tablet und hin zum aktiven Sporttreiben.

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