Rodewisch ist erster vogtländischer Futsal-Kreismeister

Vor der spärlichen Kulisse von rund 100 Zuschauern ist am Samstag in der Plauener Kurt-Helbig- Halle die erste Männer-Endrunde über die Bühne gegangen.

Plauen.

Premierensieger 1. FC Rodewisch konnte am Samstag vier von fünf Partien gewinnen. Nur gegen den FSV Bau Weischlitz unterlagen die Rodewischer 0:1. Ohne Endrundenniederlage sicherten sich die Weischlitzer vor Neumark den zweiten Rang. Während Syrau und Netzschkau mit durchaus ansprechenden Leistungen bis zum Ende im Kampf um die vorderen Plätze mitspielten, hatte der VFC Reichenbach nicht die Spur einer Chance und wurde mit fünf Niederlagen Letzter. Zum besten Torwart wurde der Weischlitzer Paul Schubert gewählt. Die beiden besten Torschützen der Meisterschaft, Christopher Daske (Netzschkau) und Johannes Könze (Neumark), teilten sich neben der Torjägerkrone auch den Titel des besten Spielers. Letzterer war auch der beste Torschütze der Endrunde. Am Samstag erzielte er sechs seiner insgesamt neun Treffer.

Rodewisch dominierte gleich zum Auftakt beim 3:0 über den VFC Reichenbach. In der anschließenden Partie trennten sich Netzschkau und Weischlitz torlos. In der achten Minute wurde den Neumarkern ein Sechsmeter verwehrt, als ein Spieler im Strafraum gefoult wurde. Syrau kam gegen Neumark 0:4 unter die Räder. Könze erhöhte Topitschs Führung mit tollem Kopfball und stellte nach der Schlusssirene mit seinem zweiten Treffer in dieser Begegnung den Endstand her. Beim Futsal sind Tore auch nach Ablauf der Zeit möglich, sofern der Schuss vor der Sirene abgegeben wurde.

Netzschkau fertigte danach den VFC Reichenbach 5:1 ab. Daske war dreifach erfolgreich. Rodewisch stoppte Neumark auf dem Weg zum Hallenmeistertitel. Grill gelang mit einem Zehnmeter das Siegtor. Weischlitz führte gegen Syrau 2:0. Doch Sauer und Oheim retteten Syrau einen Punkt. Auch gegen Neumark hatte der VFC Reichenbach keine Chance (1:5). Im Anschluss lagen die Syrauer gegen Netzschkau wieder mit zwei Toren im Rückstand. Nun endlich entschlossen sie sich, den Torwart ins Angriffsspiel einzubeziehen. Zierold schaffte auf dieser Position den Anschluss. Sauer glich aus und Zierold versenkte fünf Sekunden vor Schluss einen Zehnmeter zum 3:2.

Hektik kam zwischen Rodewisch und Weischlitz auf. Eine Sekunde vor dem Ende glückte Schramm das goldene Tor für Weischlitz. Syrau wahrte seine Chancen mit dem 6:2 über den VFC Reichenbach, lag aber erst wieder 0:2 zurück. Weischlitz gewann durch zwei Oertel-Tore 2:1 gegen Neumark. Nach Rodewischs 2:0 über Netzschkau konnten noch drei Vereine Meister werden. Weischlitz machte mit dem 1:0 gegen Reichenbach die letzten Hoffnungen der Syrauer zunichte und musste dann darauf setzen, dass Rodewisch nicht gegen Syrau gewinnt. Doch Grill brachte Rodewisch auf die Siegerstraße. Vom gegnerischen Toraus lief er einem weiten Ball entgegen und köpfte den Ball geschickt über den Torwart. Beim zweiten Tor hatten die Rodewischer weniger Mühe, mussten der Ball von der Mittellinie nur ins verwaiste Tor einschieben. Neumark besiegte im letzten Match Netzschkau und sicherte sich mit dem 2:1 den dritten Platz.


Stimmen

Andreas Wehner, Präsident des Vogtländischen Fußball-Verbandes: "Über nur 100 Besucher bin ich enttäuscht. Da die Hallenkreismeisterschaft in der Form Futsal zum ersten Mal durchgeführt wurde, freue ich mich, dass elf Vereine sich beteiligt haben. Andere Kreise im Sächsischen Fußballverband haben noch weniger Teilnehmer und bieten den herkömmlichen Hallenfußball gar nicht mehr an. Ich bin mir sicher, dass Futsal in den nächsten Jahren von mehr Vereinen gespielt werden wird. Ich denke, dass sich Spieler und Zuschauer erst einmal an diese Art des Hallenfußballs gewöhnen müssen."

Roberto Kleber, Trainer 1. FC Rodewisch: "Wir sind heute nicht unbedingt mit dem Ziel angetreten, die Meisterschaft zu gewinnen. Mit unserer sehr jungen Mannschaft wollten wir lernen, Futsal zu spielen, haben das bisher nur dreimal trainiert. Wir sind in der glücklichen Situation, mit vielen jungen Spielern arbeiten zu können. Sechs von ihnen waren schon bei den Turnieren um den Hallenpokal dabei. Positiv fand ich den Auftritt von Neumark, das wie in der Vorrunde gut gespielt hat. Enttäuschend ist die Zuschauerzahl."

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