Rodewischer düst in Most zweimal als Zweiter durchs Ziel

Stefan Tennstädt ist sehr erfolgreich in die European Moto-Trophy gestartet. Ein turbulentes Rennen erlebt der Ex-Auerbacher Thomas Wittig.

Rodewisch/Auerbach.

Der Rodewischer Stefan Tennstädt auf seiner 250-Kubikzentimeter-Bakker-Rotax und der ehemalige Auerbacher Thomas Wittig auf seiner 250er Yamaha haben beim zweiten Lauf zur European Moto-Trophy im tschechischen Most einen starken Eindruck hinterlassen. Besonders beeindruckend war der Auftritt Tennstädts, der die erste Veranstaltung in Oschersleben noch auslassen musste und diesmal in beiden Rennen hinter dem in einer anderen Liga fahrenden ehemaligen Europameister Herbert Hauf (Riegelsberg/Yamaha) jeweils einen kaum gefährdeten zweiten Platz belegte.

Der jeweils Drittplatzierte Peter Lehr (Herborn/Yamaha) konnte dem Vogtländer in beiden Rennen kaum ernsthaft gefährlich werden. "Nachdem ich in Oschersleben aussetzen musste, galt es für mich in den Trainingssitzungen nach der langen Coronapause vor allem wieder in den Rhythmus zu kommen und ein gewisses Gefühl, das man einfach braucht, wiederzufinden. Dabei war, ich glaube für uns alle, die größte Herausforderung an dem Wochenende die enorme Hitze. In beiden Rennen, in denen bei uns mehrere Klassen fahren, wurde es hin und wieder einmal eng. Doch der zweite Platz in Rennen 1 war relativ sicher. Im zweiten Rennen musste ich gegen Ende in der Zielkurve, wir waren da zu dritt nebeneinander, einmal über die Randsteine rubbeln. Das war die einzige ernsthafte Schrecksekunde für mich. Es ging aber gut, und der zweite Platz war auch in diesem Rennen eingefahren. Damit kann ich sehr zufrieden sein", fasst Stefan Tennstädt die Rennen zusammen.

Der in Regensburg wohnende Vogtländer Thomas Wittig sah die Zielflagge im ersten Rennen auf Rang 4 liegend und verpasste das Podium nur knapp. "Mit meinen Zeiten bin ich zufrieden. Das Rennen ist für mich super gelaufen, und Platz 4 ist völlig in Ordnung", so Wittig. Im zweiten Rennen ging es für ihn weitaus turbulenter zu. Trotz eines Ausritts in den Kies belegte er noch Platz 5. "In der Startschikane geht es in Most immer sehr eng zu, plötzlich stand ich nach einem Gerangel tief im Kies, wäre ich ohne Hilfe nie rausgekommen. Die Streckenposten halfen mir, und so konnte ich mit großem Rückstand dem Feld hinterherfahren. Bei der Aktion ist der Gummi, der den Tank festhält, davongeflogen. Ich habe trotzdem versucht weiterzufahren, musste aber ab und zu den nach vorn rutschenden Tank zurechtrücken. Das behinderte zwar, aber ich konnte das Rennen zu Ende fahren", schildert der Ex-Auerbacher.

Thomas Wittig liegt nach 4 Rennen mit 60 Punkten auf Tabellenplatz 3. Stefan Tennstädt folgt mit zwei Rennen weniger mit 40 Zählern bereits auf Rang 4.

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