Roman Walter holt die Kastanien aus dem Feuer

Mit einem 17:13-Sieg beim KFC Leipzig sind die Ringer des AV Germania Markneukirchen in die neue Saison der 2. Bundesliga Nord gestartet.

Leipzig.

Am Ende waren sich alle einig: Matchwinner war Roman Walter, der den Leipziger Neuzugang Ion Lefter schulterte und vier Mannschaftspunkte auf das Konto des AV Germania holte, die Leipzig für sich fest eingeplant hatte. "Wir wussten, dass es sehr knapp wird, zumal unser Papiergewichtler Valerij Borgojakov noch nicht startberechtigt ist", sagte der Markneukirchener Mannschaftsleiter Jörg Guttmann. Der musste gemeinsam mit dem Trainergespann Andy Schubert/André Backhaus die Mannschaft in den leichten Gewichtsklassen umbesetzen, da Radoslaw Vasiliev verletzt ist. Zudem wurde der am Ende der vorigen Saison von der Matte verabschiedete Backhaus reaktiviert, da mit Andrzej Grzelak ein weiterer Spitzenringer fehlte.

So stellte sich René Roth wie im Vorjahr im leichtesten Limit in den Dienst der Mannschaft, wurde jedoch von Adam Bienkowski ausgepunktet. Mindaugas Mizgaitis hatte noch einige Startschwierigkeiten, doch ließ er beim 5:0 gegen den 24 Kilogramm leichteren Tschechen Vojtech Kukla nichts anbrennen. Mizgaitis ärgerte sich nur, dass er gegen den wendigen Kukla nicht mehr Punkte geschafft hatte.

Und dann kam Walter, der im für ihn ungewohnten griechisch-römischen Stil aushelfen musste und mit Lefter auch noch einen internationalen Spitzenringer zum Gegner hatte, der in dieser Stilart zu Hause ist. Doch nach 25 Sekunden flog der Moldawier nach einem Wurf des Hofers, der das dritte Jahr beim AVGermania in Liga 2 kämpft, durch die Luft. Nach einigen Sekunden Bodenkampf schulterte Walter seinen Kontrahenten überraschend. Riesig der Jubel im vogtländischen Lager, viele Fans waren mit der Mannschaft nach Leipzig gereist.

Lukasz Dublinowski legte gleich noch einen Überlegenheitserfolg gegen Jan Richtsteig nach. Und auch Boycho Boychev hatte gegen Darios Wedekind nach 4:29 Minuten 16:0 Punkte zum Abbruchsieg durch technische Überlegenheit gesammelt. 14:4 lautete der Pausenstand für die Markneukirchener.

Mittelgewichtler Francis Weinhold erhöhte zu Beginn der zweiten Hälfte des Mannschaftskampfes durch seinen Punktsieg über Tom Zymara auf 15:4, während Justin Müller, der wie Walter im griechisch-römischen Stil kämpfen musste, die vorzeitige Niederlage gegen Leipzigs Avgustin Spasov nicht verhindern konnte.

André Backhaus bezwang in einem der Hauptkämpfe des Abends Freistil-Landestrainer Florian Rau, der auch schon für Markneukirchen seine Ringerstiefel schnürte, 7:1 und brachte damit den Gesamtsieg in trockene Tücher.

Wie wichtig der Erfolg des Routiniers war, zeigte die schnelle Niederlage von Sebastian Nehls, durch die Leipzig auf 12:17 heranrückte. Im letzten Duell kam Svilen Kostadinov mit dem Leipziger Max Stuhr überhaupt nicht zurecht. Er unterlag mit 4:4 Punkten denkbar knapp, bedingt durch die zuletzt vergebene Wertung, die zum 17:13-Endstand führte.

"Wenn Roman Walter die Punkte nicht geholt hätte, wäre es wohl sehr, sehr eng für uns geworden", so Jörg Guttmann, der erst einmal kräftig durchatmete. Auch Andy Schubert war glücklich: "Es holpert noch etwas, aber der Sieg in Leipzig war enorm wichtig."

Am Samstag fahren die Ringer des AV Germania Markneukirchen zum ersten Vogtlandderby nach Greiz, wo die Trauben ein ganzes Stück höher hängen dürften. Eine Woche später folgt der Heimauftakt in Markneukirchen gegen den RVThalheim.

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