Sächsisches Quartett trainiert für die größte Regatta der Welt

Windsurfer Frank Linke aus Oelsnitz macht sich mit drei Mitstreitern Ende des Monats auf ans Mittelmeer. Dort erwartet sei ein einzigartiges Spektakel.

Oelsnitz.

Vier befreundete Surfer, zwei davon aus dem Vogtland, stürzen sich Ende des Monats in ein großes Abenteuer: Der frühere Oelsnitzer TSV-Fußballer Frank Linke, Michael Pilz aus Plauen, Sebastian Kirsch aus Chemnitz und André Gersch aus Limbach-Oberfrohna machen sich dann auf den Weg nach Frankreich. Sie alle sind Hobby-Sportler und haben sich einen Startplatz bei der größten Surfregatta der Welt ergattert.

Vom 25. bis 28. Mai treffen sich rund 1500 Sportler, Profis wie Amateure, in der kleinen Hafenstadt Gruissan an der südfranzösischen Mittelmeerküste, um bei der Defi-Wind-Regatta 40 Kilometer an der Küste entlang zu surfen. Die Veranstaltung in dem Ort mit knapp 5000 Einwohnern gilt als die größte Windsurf-Regatta der Welt. Die vier Sachsen sind erstmals bei diesem Höhepunkt der internationalen Surfszene am Start.

"Ich hatte von dieser Regatta im Internet gelesen", erzählt Frank Linke, der schon seit DDR-Zeiten auf dem Surfbrett steht und für die Segelabteilung des TSV Oelsnitz startet. "Seit zwei Monaten bereiten wir uns entweder gemeinsam auf der Talsperre Pirk oder individuell auf verschiedenen Seen nahe des jeweiligen Wohnortes auf die Regatta vor. 40 Kilometer Surfen ist ein hartes Stück Arbeit. Das ist eine große Entfernung, die im Vorjahr bei Windstärke 8 und hohem Wellengang gefahren werden musste, wobei viele Starter gar nicht ins Ziel gekommen sind", weiß Linke.

Ins Ziel kommen ist das, was sich die Mitglieder der vogtländisch-sächsischen Reisegesellschaft vorgenommen haben. "Platzierungen spielen für uns nicht die ganz große Rolle. Natürlich will jeder der Beste sein und schneller im Ziel als die anderen Drei. Aber hauptsächlich wollen wir es einfach nur schaffen", sagt Frank Linke. "Und auf alle Fälle das Drumherum genießen, das Flair einer solchen Veranstaltung. Der Rest ist Nebensache." Zum großen Treffen der Surfer haben sich auch echte Ikonen der Szene angesagt wie Björn Dunkerbeck, der mit 42 Weltmeistertiteln zu den Superstars zählt.

Am 20. Mai machen sich Linke, Pilz, Kirsch und Gersch auf den Weg, um sich vor Ort vorzubereiten und auf die dortigen Bedingungen einzustellen. Die 150 Euro Startgeld pro Person sind gezahlt, eine Unterkunft ist gemietet. Nun muss nur noch der Wind mitspielen...

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