Samstag-Start ist Pflicht

Knapp 50 Läufer holten bislang den Neujahrsberglauf individuell nach. Der Streckenchef drehte natürlich die ganz große Runde.

Falkenstein.

Gute Gewohnheiten gibt man nicht so leicht auf. Das sagten sich am Samstag offenbar auch Ringo Straßburg vom SV Blau-Weiß Auerbach und Wolfgang Mothes aus Reumtengrün. Beide fanden sich am Vormittag am Rathaus in Falkenstein ein, wo zu diesem Zeitpunkt eigentlich das Feld zum 42. Neujahrsberglauf des SV Blau-Weiß Auerbach auf die Reise geschickt werden sollte. Der Corona-Lockdown hat dem zwar einen Riegel vorgeschoben, aber natürlich nicht das individuelle Sporttreiben verboten. Deswegen rief der SV Blau-Weiß dazu auf, die Strecken auf eigene Faust unter die Füße zu nehmen. Und eine Handvoll Läufer suchte sich dafür ganz bewusst den Samstag aus, den sie sich ohnehin dafür freihalten wollten.

"Solange jeder die Abstandsregeln und Hygienevorschriften einhält, spricht da ja auch nichts dagegen. Und soweit ich weiß, haben sich alle daran gehalten", sagt Lauforganisator Werner Fankhänel vom SV Blau-Weiß. Der ist mit der Resonanz auf den Aufruf angesichts der Schwierigkeiten im Lockdown bislang sehr zufrieden. Bis Sonntag hatten 45 Läuferinnen und Läufer ihre Teilnahme und ihre erreichten Zeiten an den Verein gemeldet. "Wenn man bedenkt, dass eine Reihe von Stammgästen zum Beispiel aus Greiz oder der Raum Zwickau nicht kommen konnte, weil sie weiter als die erlaubten 15 Kilometer weg wohnen, ist die Beteiligung recht ordentlich. Einige Meldungen stehen auch noch aus, und ganz sicher sind auch einige unterwegs gewesen, ohne dass sie uns das mitteilen", vermutet Werner Fankhänel, der selbst 3 Kilometer Neujahrsberglauf in herrlicher Winterlandschaft abspulte. Wie dem auch sei: Das Ziel, Menschen zum Sporttreiben, zur Bewegung in der freien Natur anzuregen, ist auf alle Fälle erreicht.

Ringo Straßburg gehört zu den bisher nur drei Läufern, welche die Langstrecke von knappe 21 Kilometern bewältigten. 28 Frauen und Männer gingen die 11,5 Kilometer-Tour an, 14 die Kurzstrecke von 3 Kilometern. Als Streckenchef hat Ringo Straßburg natürlich auch eine besondere Beziehung zum Neujahrsberglauf. "Ringo hat die Strecken mit markiert, alles umweltfreundlich mit Bändern an den Bäumen, die sich leicht wieder entfernen lassen. Wir werden die Markierungen noch bis Ende des Monats hängen lassen. Wer also möchte, kann sich auf den Weg machen und den Neujahrsberglauf noch absolvieren. Bis Ende Januar nehmen wir auch noch Teilnahmemeldungen entgegen", lädt Werner Fankhänel die vogtländische Laufgemeinde zum Mitmachen ein.

www.neujahrsberglauf.de

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