Schlusslicht Einheit macht sich keinen Druck mehr

Handball, Mitteldeutsche Oberliga: Beide Plauener Mannschaften sind am Sonntag auswärts gefordert

SV Oebisfelde - HC Einheit Plauen. Zum Jahresabschluss spielt am Sonntag, 16 Uhr der Tabellenletzte Einheit (6:22 Punkte) beim Neunten in Oebisfelde (12:16). Für die Plauener hat sich der Abstand zum ersten Nichtabstiegsrang auf fünf Punkte vergrößert. Das Team von Trainer Jan Richter hat also nichts mehr zu verlieren hat, kann in Oebisfelde als krasser Außenseiter frei aufspielen. Gibt es die ersten Auswärtspunkte und die Revanche für die deftige 23:34-Heimniederlage in der Hinrunde? Aussichtslos ist das nicht, denn die Heimbilanz des SV ist mit 4:8 Punkten schlechter als die auswärts (8:8). Trainer Richter: "Wir sind nicht chancenlos. Oebisfelde ist stark, eingespielt, aber nicht unschlagbar. Wir müssen unsere Offensivschwächen, die uns jüngst gegen Jena den Sieg kosteten, abstellen. Ich bin optimistisch, auch weil wir gut trainieren und vielleicht als Außenseiter ohne Druck agieren können." Der Aufsteiger aus Oebisfelde ist trotz schlechter Ausgangslage zu Saisonbeginn zufrieden. Leistungsträger hatten den Verein verlassen. Verletzte Spieler fehlten dem Team von Trainer Thomas Meinel beim Saisonstart. Nach anfänglichen Misserfolgen steigerte sich der Aufsteiger gewaltig. "Wir gehören in diese Liga", äußerte sich danach selbstbewusst Trainer Meinel. Für die Erfolge stehen besonders die Torhüter Drese und Weis, die Routi-niers Eckert und Bischoff in der Abwehr sowie die offensivstarken Schroeter, Vogel und Schliepkake. Beim HC Einheit fehlen nur die Verletzten Pour und Sbiral. (tau)

USV Halle - SV 04 Oberlosa. Carsten Klaus, Kapitän des SV 04 Oberlosa (23:5, 2.) hat beim Tabellenzwölften Halle (9:19) nicht nur einen Auswärtssieg im Visier: "Uns hat Trainer Petr Hazl zwei zusätzliche Tage trainingsfrei über den Jahreswechsel angeboten. Aber dazu müssen wir gewinnen!" In der Sporthalle am Hallenser Bildungszentrum geht es am Sonntag ab 15 Uhr ganz sicher rund. Der USV Halle steht derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz. Der Oberlosaer Abteilungsleiter Rico Michel weiß auch, warum: "Der nominell sehr gut besetzte Kader hatte im Verlauf der Vorrunde mit großem Verletzungspech zu kämpfen und kam so in eine prekäre Situation." Aber: Bis auf die beiden Rückraumspieler Sogalla und Bernhardt hat Trainerin Ines Seidler mittlerweile wieder alle Spieler zur Verfügung. Zudem konnte man sich erst kürzlich mit Linkshänder Chris Heyer vom Drittligisten SV Anhalt Bernburg sehr gut verstärken, was dessen 32 Tore in fünf Partien untermauern. Kopf der Hallenser Mannschaft als Spielmacher und Torschütze ist Maximilian Haase (83 Saisontore). Dass die Plauener als Tabellenzweiter nach Halle fahren, heißt laut Michel gar nichts. Das Hinspiel in Plauen endete zum Beispiel 31:31 unentschieden. Mit einem ähnlich spannenden Spielverlauf ist wohl wieder zu rechnen. Personell können die Schwarz-Gelben auf die erfolgreiche Formation der vergangenen Wochen bauen. Allerdings steht hinter dem Einsatz von Marc Multhauf (Adduktorenzerrung) ein Fragezeichen. (kare)

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