Schöneckerinnen verpassen Einzug ins Finale nur knapp

Die Volleyballerinnen des VfB haben am Samstag in Bezirkspokalspielen ersatzgeschwächt überzeugt. Bezirksliga-Tabellenführer Textima Chemnitz hatte mit den Vogtländerinnen gehörige Probleme.

Schöneck.

Die Volleyballerinnen des VfB Schöneck sind am Samstag Gastgeberinnen im Viertel- und Halbfinale des Bezirkspokalwettbewerbes gewesen. Gegen den Zweiten der Bezirksklasse-Staffel Ost, den SVSiltronic Freiberg II, setzte sich der VfB - aktuell Tabellenführer der Bezirksklasse-Staffel West - zunächst 3:2 durch. Das Spiel um den Einzug ins Bezirkspokalfinale verlor der VfB gegen den Spitzenreiter der Bezirksliga, den SVTextima Chemnitz Süd, nach großem Kampf 2:3.

Schöneck musste gleich drei Stammspielerinnen ersetzen. Zum Glück hatte Spielertrainerin Tina Stapelfeldt, selbst verletzt, für solche Notfälle zwei erfahrene Reservespielerinnen zur Verfügung. Gegen Freiberg stand also ein völlig neues Team auf dem Feld, das so noch nicht einmal im Training zusammenspielen konnte. Von Satz zu Satz harmonierte der VfB aber immer besser. Satz 1 ging 25:23 an die Gäste, Satz 2 konnte Schöneck 25:22 für sich verbuchen. Im dritten Abschnitt ging beim VfB beim 18:25 nicht viel, den vierten entschied er knapp 25:23 für sich. Im Tiebreak lag Schöneck beim Seitenwechsel schon 2:8 hinten, und auch die nächsten beiden Punkte gingen an Freiberg 2:10. Doch der VfB schaffte das Unglaubliche, holte Punkt für Punkt auf, wurde lautstark von den vielen Zuschauern angefeuert, fightete, glaubte an sich und holte sich unter tosendem Jubel mit einem Ass und einem platzierten Schnellangriff die letzten beiden Punkte zum 15:13. "Ein Hammerlebnis!", so Trainerin Tina Stapelfeldt. Die Vogtländerinnen standen somit im Halbfinale!

Im anderen Viertelfinale hatte Textima keine Probleme mit dem VV Freiberg II und siegte nach einer knappen Stunde 3:0. Der VfB dagegen hatte über zwei Stunden Spielzeit in den Beinen und nur die Liberowechsel zum kurzzeitigen Pausieren. Das war natürlich ein Nachteil. Für das Halbfinale standen nur noch sechs Spielerinnen zur Verfügung. Pech für Schöneck, als sich gleich im ersten Satz beim Stand von 4:5 auch noch Bianca Zabelt am Knöchel verletzte, zwar weiterspielte, aber fortan nicht mehr springen und schnell laufen konnte. Doch Schöneck kompensierte sogar dieses Handicap und holte sich Satz 1 mit 26:24. Satz 2 und 3 gingen an Textima (23:25, 19:25), aber iim vierten Abschnitt mobilisierte der VfB nochmals alle Kräfte und glich mit dem 25:14 zum 2:2 aus.

Auch im Tiebreak hatte Schöneck den Gegner zunächst im Griff und sah schon fast wie der Sieger aus. Beim 8:6 wurden die Seiten gewechselt, auch den folgenden Punkt erspielte sich der Gastgeber. Doch dann folgte ein Einbruch, der nur mit der schwindenden Kraft und Konzentration nach über vier Stunden Spielzeit, die nun jede Spielerin auf Schönecker Seite schon in den Beinen hatte, zu erklären ist. Der Gegner holte nach dem Wechsel sieben Punkte in Folge, von denen den Großteil Schöneck selber machte. Profitierte das Team vorher von seinem willensstarken Einsatz, Harmonie und guter Absprache, standen sich die Spielerinnen nun teilweise selbst im Weg. "Mit einem Wort: Es passte nichts mehr. Taktische Veränderungsversuche konnten nicht umgesetzt werden, die Auszeiten waren nicht lang genug für Abstimmungen oder Erklärungen", analysiert Tina Stapelfeldt. Beim 10:14 hatte Schöneck nochmals das Aufschlagrecht, aber der Ball landete zum 10:15 im Netz. Auch wenn das i-Tüpfelchen nicht gelang, lobte die Trainerin ihr Team für die großartige Gesamtleistung.

Am Samstag steht bereits der nächste Punktspieltag an: Schöneck erwartet in eigener Halle die Mannschaften der WSG Schwarzenberg-Wildenau/Albernau und die Volleys Zwickau. Beginn ist 14 Uhr. (tsd)

Schöneck: de Bernardo, S. Dick, Förster, Metzner, Roch, J. Stapelfeldt, Zabelt

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