Schwacher Start kostet Punkte

Die Handballer des VfB Lengenfeld haben sich in der Bezirksliga mit einer Heimniederlage in die Weihnachtspause verabschiedet. Im Soll liegt die Mannschaft trotzdem.

Lengenfeld.

Den sportlichen Jahresausklang hatten sich die Lengenfelder Handballer mit Sicherheit anders vorgestellt: In eigener Halle musste sich die Mannschaft am Sonntag der in der unteren Tabellenhälfte angesiedelten Spielgemeinschaft Rottluff/Lok Chemnitz II mit 30:33 geschlagen geben. Das Hinspiel im September war noch 29:22 für den VfB ausgegangen.

Lengenfeld ist trotz der Niederlage weiterhin Vierter in der Tabelle. Ob es dabei bleibt, entscheidet sich am Sonntag. Dann tritt der zwei Punkte hinter dem VfB auf Platz 6 liegende TSV Oelsnitz zum Nachholspiel beim Siebenten HC Fraureuth an. Sollte die Oelsnitzer gewinnen, rutscht Lengenfeld auf Platz 5 ab, würde damit aber trotzdem noch im Soll liegen. Nach dem neunten Rang in der Vorsaison hatte Trainer Volkmar Sesselmann für das laufende Jahr einen Platz unter den ersten Fünf als Ziel ausgegeben.

Gegen Rottluff/Chemnitz verschliefen die Lengenfelder wie so oft in den letzten Wochen die Anfangsphase. Den ersten Treffer für die Heimmannschaft erzielte Christian Fuchs in der 5. Minute zum 1:3. Aber auch dadurch gewann das Spiel des Lengenfelder Teams nicht an Sicherheit. Die Abwehr wirkte zu statisch und ließ insbesondere die Rückraumschützen zu oft frei zum Wurf kommen. Und auch im Angriff fand Lengenfeld nie zu seinem schnellen Spiel. Die Lengenfelder versuchten es zu oft mit Einzelaktionen, die aber nicht zum Erfolg führten.

Chemnitz konnte so einen Vorsprung von drei bis vier Toren behaupten. Erst zum Ende der ersten Spielhälfte gelang es, den Rückstand durch Thomas Luderer auf 13:14 zu verkürzen. In der letzten Minute nutzte Chemnitz zwei unnötige Ballverluste aus und erhöhte zum Halbzeitergebnis von 13:16. In der Pause waren sich alle Beteiligten im VfB-Lager einig, dass in der zweiten Halbzeit mehr Einsatz und Konzentration notwendig sind.

Doch wie schon zu Beginn des Spiels verschlief der Gastgeber wieder die Anfangsphase. Innerhalb von fünf Minuten erhöhte Chemnitz auf 21:14. Trainer Sesselmann ordnete danach eine offensivere Deckung an. Damit tat sich der Gast auch schwer und kam nur noch selten zu Torerfolgen. In der 48. Minute kam Lengenfeld nach dem Treffer zum 23:25 wieder in Schlagweite. Chemnitz antwortete mit einem Doppelschlag. Lengenfeld machte aber weiter Druck und schoss in der 54. Minute durch Andy Möckel den 27:28-Anschlusstreffer.

Angefeuert von den Zuschauern, keimte Hoffnung auf eine Wende auf. In dieser entscheidenden Phase des Spiels leiste sich Lengenfeld aber zu viele Fehlschüsse und technische Fehler. Chemnitz dagegen nutzte seine Chancen und setzte sich nun spielentscheidend ab. So leuchtete am Ende ein 30:33 von der Anzeigetafel.

"Um dieses Spiel zu gewinnen, hat uns die nötige letzte Konsequenz gefehlt. Zu oft führten leichte Fehler zu Ballverlusten", erklärte Trainer Volkmar Sesselmann. Im neuen Jahr greifen die Lengenfelder am 26. Januar mit einem Auswärtsspiel in Annaberg-Buchholz ins Geschehen ein. (tmin/tyg)

Lengenfeld: A. Rink, Strauß, Ch. Fuchs (10 Tore), Luderer (1), Wolf (2), Rudolph (4), Streng (5/4), P. Rink (3), J. Fuchs, Möckel (5), Minnerop, Schramm.

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