Schwierige Premiere für Auerbach

Fußball: VfB tritt heute erstmals in Erfurt an

Auerbach.

Hinten den Laden dicht machen und nach vorn Nadelstiche setzen - mit dieser Devise strebt der VfB Auerbach heute ab 13.30 Uhr in der Fußball-Regionalliga beim FC Rot-Weiß Erfurt eine Überraschung an. In diese Kategorie würde nach den Auftaktergebnissen der beiden Vereine wohl auch schon ein Unentschieden gehören. Denn während Drittliga-Absteiger Erfurt vor einer Woche 3:0 in Altglienicke gewann und seine Rolle als Mitfavorit für den Staffelsieg unterstrich, unterlag Auerbach daheim dem BFC Dynamo deutlich mit 1:4.

Doch die bittere Niederlage vom Sonntag ist bei den Vogtländern abgehakt. "In Erfurt geht es wieder bei 0:0 los", sagt der Auerbacher Kapitän Marcel Schlosser. Und Trainer Sven Köhler macht die Tatsache Mut, dass sein Team gegen den BFC bis zum unglücklichen 0:1 keine ernsthafte Torchance zugelassen hat und auch danach phasenweise das Spiel offen gestalten konnte. Eine wichtige Rolle könnte jedoch die Chancenverwertung spielen. "Wir bekommen gegen den BFC oder Erfurt keine sieben, acht Großchancen. Wenn es uns nicht gelingt, aus drei, vier gefährlichen Aktionen etwas zu machen, wird es schwer."

Doch wer soll die Tore für den VfB schießen? Schließlich sind mit Marc-Philipp Zimmermann und Arlind Shoshi zwei der nominell vier Angreifer im Kader verletzt. Gegen den BFC kam so der Landesliga-Torjäger Florian Mielke unverhofft zu seinem Startelf-Debüt und hing über weite Strecken in der Luft. Das lag freilich auch daran, dass er über die Außen kaum bedient wurde. Ob der Neuzugang auch morgen in Erfurt beginnt oder der VfB auf die auch schon hin und wieder praktizierte Variante mit Thomas Stock im Angriff zurückgreift, ließ Trainer Sven Köhler offen. "Es sind verschiedene Varianten möglich. Wir werden auch die letzten Trainingseindrücke mit einfließen lassen".

Gesetzt ist in der Offensive mit Amer Kadric ein Spieler, für den die heutige Partie eine ganz Besondere ist. Schließlich bestritt der 23-Jährige für Erfurt 13 Drittliga-Spiele, bevor er über den Umweg Wiedenbrück in Auerbach landete. "Es wird ein sehr schweres Spiel. Aber wenn wir alles umsetzen, was der Trainer von uns verlangt, dann können wir etwas holen", so der Mittelfeldspieler. Bisher hat Auerbach nur gegen die zweite Mannschaft der Erfurter Spiele bestritten und dabei eine positive Bilanz. Sieben von zwölf Partien wurden gewonnen. (masc/tyg)

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