Sebastian Hendel verpasst Medaille

Leichtathletik: Vogtländer belegt bei Deutscher Meisterschaft über 5000 m Platz 5

Berlin.

"Heute habe ich taktisch Lehrgeld gezahlt", sagte Sebastian Hendel am Sonntagabend nach dem 5000-Meter-Finale bei den Deutschen Meisterschaften im Berliner Olympiastadion der "Freien Presse". Der 23-Jährige vom LAV Reichenbach war als Titelverteidiger in der Hauptstadt an den Start gegangen und hatte eine erneute Medaille als persönliches Ziel ausgegeben. Die Chance, erneut Gold zu holen, hatte der Reichenbacher von vornherein als gering angesehen, war doch im Berlin im Gegensatz zu den Titelkämpfen im Vorjahr die komplette nationale Spitze am Start.

Knackpunkt des Rennens für den Vogtländer: Als die Führenden Amanal Petros (Wattenscheid), Richard Ringer (Rehlingen) und Sam Parsons (Frankfurt/Main) das Tempo anzogen, steckte Hendel in einer Läufertraube fest und musste außen vorbei, um der Spitzengruppe folgen zu können. Die Zeit und die Meter, die er dabei verlor, waren auch bei seinem bekannt starken Schlussspurt nicht mehr aufzuholen. "Es läuft halt nicht immer alles nach Plan", sagte Hendel schulterzuckend. So musste er zusehen, wie Favorit Ringer ihm nach dem Titel über 10.000 nun auch den über 5000 m abnahm.

"Ich war mit Richard im Trainingslager. Beim Sprint Kopf an Kopf bin ich einen Tick schneller", ärgert sich Hendel. Parsons wurde Zweiter, Petros Dritter. Dass Hendel auf der Zielgeraden noch von Maximilian Thorwirth (Düsseldorf) überlaufen wurde, wurmt ihn. "Da hatte ich das Rennen schon abgehakt." (pj)

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