SK König verliert bei Debüt zweier Nachwuchsspieler klar

Nach nur einem Jahr in der 2. Bundesliga steigt das Plauener Schachteam zum Saisonende ab. Die letzte Partie gegen Erfurt verlief sehr einseitig.

Plauen.

Es hat nicht gereicht für den SK König Plauen. Nach der 2:6-Niederlage der Mannschaft am letzten Spieltag der Staffel Ost in der 2. Schach-Bundesliga müssen die Vogtländer nach nur einer Saison den Schritt zurück in die Oberliga antreten. Das 4:4-Unentschieden, das zum Klassenerhalt gereicht hätte, war nur kurzzeitig in Reichweite für die Gastgeber.

Die Begegnung im Plauener Hotel Alexandra war dabei ein Duell der Enttäuschten. Für den SK König hatte schon zuvor festgestanden, dass ohne Schützenhilfe anderer Teams in Sachen Klassenverbleib nichts mehr zu machen sein würde. Die Gäste aus Thüringen ihrerseits hatten lange um den Staffelsieg und den damit verbundenen Aufstieg in die 1. Bundesliga gekämpft, waren aber vor dem Vergleich in Plauen ebenfalls so gut wie aus dem Rennen. Dementsprechend ließen es beide Mannschaften im Hinblick auf die Aufstellung verhalten angehen. Die letzten Plauener Hoffnungen waren zudem bereits am Samstag durch das 4:4 des SC Garching gegen die Schachfreunde Bad Mergentheim getrübt worden, weil damit Garching in der Tabelle an Plauen vorbeigezogen war.

Die Erfurter, die nicht in Bestbesetzung angereist waren, erwiesen sich aber mit acht internationalen Titelträgern immer noch als exzellent besetzt. So lag die Favoritenrolle an allen acht Brettern eindeutig bei den Gästen, da sie jeweils wertzahlmäßig klar überlegen waren. Beim SK König feierten die beiden Nachwuchsspieler Niklas Linnert und Simon Burian ihr Debüt in der ersten Mannschaft. Am Spitzenbrett versuchte sich Carlo Kunze, der zuvor nur einen halben Punkt aus sieben Partien geholt hatte, gegen den Internationalen Meister Franz Bräuer zu wehren.

Die Geschichte des Matches ist schnell erzählt. An den Brettern 2 bis 5 hielten Plauens bundesligaerprobte Spieler Lutz Espig, Sven Schaller, Gunter Sandner und Roland Pfretzschner ihre Partien im Gleichgewicht und teilten sich die Punkte mit ihren Gegnern. Die wildeste Partie war dabei die von Großmeister Lutz Espig, in der beide Spieler versuchten, den Vorteil an sich zu reißen. Auch an den übrigen vier Tischen kämpften die Plauener verbissen, um dann doch knappe Niederlagen quittieren zu müssen. Besonders Simon Burian, sächsischer Kaderspieler der Altersklasse U 14, machte am achten Brett Altmeister Joachim Brüggemann das Leben schwer. Dass es auch für den jungen Plauener nicht einmal zu einem halben Punkt reichte, war bitter. Aber er und auch Niklas Linnert hatten ein starkes Debüt in der 2.Bundesliga hinbekommen.

Festzuhalten blieb am Ende, dass es an der Niederlage gegen Erfurt nichts zu rütteln gab - auch wenn diese mit 2:6 Punkten doch etwas zu hoch ausfiel. Der SK König Plauen beendet die Saison somit als Tabellen-Achter. Nun hat der Verein lange Zeit, sich für die neue Saison, dann wieder in Staffel A der Oberliga Ost, neu zu sortieren. (ban)

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