Springerin feiert Doppelsieg in Österreich

Auf Sparflamme läuft derzeit der Trainingsbetrieb am Bundesstützpunkt in Klingenthal. Vor der Haustür geht am Wochenende der Continentalcup der Kombinierer über die Bühne. Ein Duo will dabei den Heimvorteil nutzen.

Klingenthal.

Das Internat am Bundesstützpunkt in Klingenthal ist jetzt seit vier Wochen geschlossen, Stützpunkttraining vor Ort ist nicht möglich. "Es gibt Individualpläne. Wir suchen nach Möglichkeiten, die Sportler so gut es geht zu betreuen. Jeder Trainer arbeitet maximal mit zwei bis drei Sportlern", erklärt Uwe Schuricht, der leitende Stützpunkttrainer.

Als Trainer der Nordisch Kombinierten betreut Uwe Schuricht aktuell Nick Schönfeld und Jenny Nowak. Die Juniorenweltmeisterin vom Vorjahr hatte eine sehr gute Sommer- und Herbstsaison, ist in Oberstdorf Deutsche Meisterin geworden. "Die Wintersaison ging nicht ganz so vielversprechend los. Der Weltcup in Ramsau ist nicht nach unseren Vorstellungen gelaufen", sagt Schuricht. Platz 13 stand für Jenny Nowak dort zu Buche.

Dafür konnte die Sportlerin anschließend beim Alpencup bessere Leistungen abrufen. Beim Wettkampf in Seefeld holte sie zweimal Bronze, in Klingenthal Gold und Silber. Uwe Schuricht, der schon auf die Juniorenweltmeisterschaft im Februar im finnischen Lahti schaut, ist optimistisch: "Bis dahin wird es eine sehr intensive Zeit. Jenny Nowak, die im Abiturkurs ist, möchte ich bis Ende Februar möglichst nicht zum Präsenzunterricht in die Schule schicken, damit sie nicht mit anderen in Kontakt kommt. Das sind harte Maßnahmen, die man ergreifen muss, aber bis jetzt sind wir gut gefahren und gesund geblieben."

Insgesamt sei man am Stützpunkt gut durch das Jahr 2020 gekommen: "Wir haben seit Mai durchgehend trainieren können und dadurch, dass weniger Schule war, ist sogar mehr Training möglich gewesen." Im Vorfeld von Lehrgängen und Wettkämpfen steht für Sportler und Trainer immer ein Corona-Schnelltest an. Das war am vergangenen Wochenende nicht anders. Um nach Österreich zum Deutschlandpokal-Wettkampf der Spezialspringer und Nordischen Kombinierer fahren zu können, hatte man bei der Einreise einen Negativtest vorzuweisen und umgekehrt bei der Rückreise nach Deutschland ebenfalls.

"Wir hatten sehr gute Bedingungen in Seefeld, auch wenn es früh mit 15 Grad minus extrem kalt war. Das Starterfeld war international besetzt", erzählt Schuricht. Die Ergebnisse seiner Sportler können sich sehen lassen. So schafften es die Spezialspringerinnen auf Podestplätze. Bei den Juniorinnen erkämpfte Lia Böhme zweimal Gold, bei den Frauen punkteten Pia Lilian Kübler mit zweimal Platz 2, Jenny Nowak mit zweimal Platz 3 sowie Josephin Laue mit Platz 5 und Platz 1.

In der Nordischen Kombination erreichte Nick Schönfeld bei den Junioren Platz 8 und 6, bei den Männer gelangte Tim Kopp auf Platz 7 und 2. Kopp nutzte damit die Chance, sich in Seefeld für das deutsche Team zu empfehlen, das von Freitag bis Sonntag in Klingenthal beim Continentalcup startet. "Es wird noch gerechnet, aber wir gehen davon aus, dass er die Qualifikation geschafft hat", so Schuricht. Vom Klingenthaler Stützpunkt war Martin Hahn bereits für den Heimwettkampf qualifiziert.

Für die Sportler, die diese Woche wettkampffrei haben, plant Uwe Schuricht die Teilnahme an einen Lehrgang in Oberstdorf. "Dort wollen wir auf der Schanze schon einige Trainingseinheiten in Richtung Juniorenweltmeisterschaft absolvieren", erklärt der Coach.

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