Stahlbau will drohenden Fehlstart vermeiden

In der Fußball-Vogtlandklasse liegen vor dem dritten Spieltag zwei obervogtländische Vereine vorn. Das Spitzenspiel dieser Runde findet jedoch erst am Reformationstags statt.

Michel Bär (rechts im Zweikampf mit dem Oelsnitzer Maik Rödel) und seine Mannschaftskameraden von Stahlbau Plauen haben erst einen Punkt auf dem Konto. Jetzt wartet in Neumark erneut eine schwere Aufgabe auf sie.

Von Olaf Meinhardt

Erlbach und Adorf führen nach dem zweiten Spieltag die Tabelle der Fußball-Vogtlandklasse an. Unterm Strich rangieren zwei Mannschaften, die sich schon in der Vorsaison erst am Schlusstag vorm Abstieg retteten: der Reichenbacher FC II und Reumtengrün. Das potenzielle Topspiel des dritten Spieltages zwischen zwei noch ungeschlagenen Vereinen ist verlegt. Adorf erwartet Grünbach-Falkenstein wegen des Tages der Vogtländer dieses Wochenende erst am 31. Oktober.

Erlbach - Kürbitz. 8:0 gegen Coschütz, 6:0 in Reumtengrün - wird jetzt auch der Neuling von den Erlbachern rasiert? Für die SG Kürbitz ist es bereits die dritte Auswärtsfahrt. So komisch es auch klingen mag: In der Vorwoche hat sie im Aufsteigerduell in Coschütz trotz des 1:4 einen Zähler liegen gelassen, war auf dem Feld präsenter, ließ aber ihre Möglichkeiten ungenutzt. Auf den ersten Saisonsieg wird Kürbitz nach Lage der Dinge wohl weiter warten müssen.

Oelsnitz II - Concordia Plauen. Vier Punkte nach zwei Spielen - Oelsnitz hat sich als Aufsteiger bereits in der neuen Spielklasse gefunden. Die Concordia wartet noch auf den ersten Dreier. Dem strebte sie in der Vorwoche gegen Staffelfavorit Jößnitz entgegen, hielt aber eine 2:0-Führung nicht fest. Am Ende wurden die Punkte geteilt. Beim bisher letzten Aufeinandertreffen am 31. Oktober 2009 in Oelsnitz gingen die Punkte beim 1:3 an die Plauener.

Jößnitz - Reichenbacher FC II. Dass dem Topfavoriten Jößnitz nichts geschenkt wird, zeigte Concordia im Punkt- und Pokalspiel. Was kann Reichenbach entgegensetzen? Einschließlich der Tests hat der RFC II in der noch jungen Saison alle Spiele verloren. Mit einem Sieg will Jößnitz aufs Treppchen. Alles andere käme auch einer großen Überraschung gleich.

Neumark - Stahlbau Plauen. Beide streben einen Platz in der oberen Tabellenhälfte an. Neumark ist noch ungeschlagen, dagegen hat Stahlbau lediglich einen Punkt auf dem Konto. Saisonübergreifend haben die Männer vom Plauener Lindentempel nur eines ihrer jüngsten sieben Punktspiele verloren. Im vergangenen Spieljahr wurden beide Duelle gegen Neumark gewonnen: 3:1 und 3:0. Verliert Stahlbau, ist der Fehlstart perfekt. Neumark will zu alter Heimstärke zurückfinden, nachdem zuletzt nur fünf von 13 Spielen gewonnen wurden.

Reumtengrün - Weischlitz. Bekommt der bisher arg gebeutelte VfL Reumtengrün gegen einen seiner Lieblingsgegner die Kurve? Bisher gab Weischlitz stets brav die Punkte auf dem Platz an der Treba ab (1:4, 0:2, 0:3). Reumtengrün zeigte sich zuletzt aber hinten anfällig. Dabei lief es vor zwölf Monaten noch richtig gut, als die Rand-Auerbacher mit vier Siegen starteten. Jetzt soll der erste im aktuellen Spieljahr her.

Heinsdorfergrund - Coschütz. Im Aufsteigerduell spricht der Heimvorteil für die Heinsdorfer, die noch ungeschlagen sind. Ihre bisher letzte Punktspielpleite datiert vom 22. April, einem 2:3 eben gegen die Coschütz. Die gab den Ausschlag für deren Kreisliga-Staffelsieg. Vorige Woche zeigten die Charakter, ließen der 0:8-Auftaktpleite in Erlbach einen Dreier gegen Kürbitz folgen und sind damit erst einmal im Soll. Einen Zähler würde der Gast wohl eher unterschreiben als die Heinsdorfer, die in den jüngsten vier Meisterschaftsvergleichen gegen diesen Kontrahenten leer ausgingen.

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