Studentin fliegt im roten Jackett zu neuen Höhen

Annika Ebert aus Auerbach hat mit dem deutschen Springreiterteam beim Nationenpreis in Prag den zweiten Platz belegt. Sie ist die Vogtlandsportlerin der Woche.

Auerbach.

Annika Ebert hat trotz ihrer erst 21 Jahre schon einige Wettkampferfahrung als Springreiterin. Immerhin betreibt sie schon rund 15 Jahre Pferdesport. Doch als sie in der vergangenen Woche das rote Jackett der deutschen Nationalmannschaft überstreifte, ging das nicht spurlos an ihr vorüber. "Ich war unglaublich nervös, schließlich schaut da die ganze deutsche Reitsportszene auf einen", gibt die Studentin zu. Gemeinsam mit drei anderen Reitern - einen weiterer aus Sachsen und zwei aus Hannover - gehörte Annika Ebert der deutschen Mannschaft beim Nationenpreis für Springreiter der Altersklasse U 21 in Zduchovice unweit der tschechischen Hauptstadt Prag an.

Die Auerbacherin absolvierte dort mit ihrem zwölfjährigen Wallach Chacco-Charlie im Teamwettbewerb zwei Umläufe, bei den Hürden zwischen 1,40 und 1,45 Metern zu bewältigen waren - und das bei wirklichen miesen Bedingungen. "Es war katastrophales Wetter mit Sturm und Regen. Nur vier Reiter sind da fehlerfrei geblieben", schildert Annika Ebert. Ihr selbst unterliefen im ersten Umlauf zwei Fehler, im zweiten einer. Damit war sie ganz zufrieden. "Ich war zumindest nicht das Streichergebnis im Team."

Ganz im Gegenteil, sie trug damit dazu bei, dass Deutschland in der Endabrechnung den zweiten Platz hinter den favorisierten Ungarn belegte. "Ein ganz großer Erfolg", weiß Annika Ebert - für die 21-Jährige der größte ihrer bisherigen Karriere. Mit sechs Jahren hat sie ihr Herz für den Pferdesport entdeckt, über die Stationen Lengenfeld und Auerbach kam sie zum RRSV Freizeitpark Plohn, wo sie seit etwa sechs Jahren bei Diana Wilhelm trainiert.

Und das mit Erfolg. Der bis vor wenigen Tagen größte datiert von den Deutschen Meisterschaften der Jungen Reiter - das ist die Altersklasse U21 - im Vorjahr, bei denen sie es bis ins Finale schaffte. Seit einigen Jahren gehört sie dem sächsischen Landeskader an. Im März wurde sie von Bundestrainer Peter Teeuwen zu einem Kaderlehrgang eingeladen und konnte offensichtlich überzeugen, was die Berufung ins deutsche Team für den Nationenpreis in Tschechien beweist.

Nun gilt es für die Vogtländerin, die an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau Management studiert, das erreichte Niveau zu bestätigen. Die nächste Gelegenheit dazu besteht im September bei den Deutschen Meisterschaften in Zeiskam in der Pfalz. "Außerdem möchte ich die Bedingungen für das Goldene Reiterabzeichen erfüllen. Das ist das höchste Abzeichen, das man bekommen kann. Dafür sind neun Siege in der Klasse S* und ein Sieg in der Klasse S** erforderlich. Ich stehe kurz davor, das zu schaffen."

Das wäre ein perfekter Abschluss in der Altersklasse U 21. "Dann geht es in die U-25-Tour. Die ist mit Hindernissen zwischen 1,50 und 1,55 Metern eine ganz andere Hausnummer. Doch wir haben das trainiert, sind da gefestigt, und ich denke, ich kann auch das reiten."

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