Sturz in der Zielkurve bleibt ohne ernste Folgen

Motorsport: Vogtländer Thomas Wittig zweimal auf dem Treppchen

Auerbach.

Der durch die Corona-Pandemie verspätete Saisonauftakt der deutschen Klassik-Moto-Trophy am Wochenende in der Motorsport-Arena Oschersleben brachte aus vogtländischer Sicht erfreuliche Ergebnisse. Über 400 Fahrer fanden den Weg in die Börde. Unter ihnen wollten auch der ehemalige Auerbacher und jetzige Regensburger Thomas Wittig sowie Stefan Tennstädt aus Rodewisch in der Klasse GP 250 S 3 an den Start gehen. Jedoch musste Tennstädt wegen Krankheit passen. Thomas Wittig, DDR-Meister 1983 in der Klasse bis 250 Kubikzentimeter, hinterließ hingegen in beiden Rennen einen starken Eindruck und fuhr jeweils auf das Podium. Allerdings hatte der gebürtige Vogtländer im ersten Rennen, bei dem die Strecke teilweise noch feucht war, auch etwas Glück. Am Ende der fünften Runde rutschte er in der Zielkurve weg und landete unverletzt im Kies. Da seine Yamaha auf der Strecke lag, wurde das Rennen abgebrochen und nach vier Runden gewertet. Zu diesem Zeitpunkt lag Thomas Wittig hinter Herbert Hauf (Riegelsberg) und Peter Lehr (Herborn/alle Yamaha) auf einem niemals gefährdeten dritten Platz. Da an seiner Yamaha nicht viel zu reparieren war, stand Thomas Wittig zum zweiten Rennen wieder am Start. In dem war wiederum gegen den ehemaligen Europameister Herbert Hauf kein Kraut gewachsen, der sich am Sonntag einen Zweifachsieg sicherte. Um Platz 2 ging es diesmal weitaus spannender zu. Wittig und Lehr kämpften verbissen bis zur Ziellinie. Am Ende reichte es für Thomas Wittig mit nur 0,502 Sekunden Vorsprung auf Peter Lehr zu Position 2.

"Im ersten Rennen war die Strecke durch den vorherigen Starkregen an manchen Stellen noch nass. Und dann ist es halt passiert. Zum Glück habe ich mich nicht verletzt, und an der Yamaha waren nur die üblichen Teile verbogen. Nach wenigen Handgriffen war das Bike wieder rennfähig. Gegen Ende des zweiten Rennens konnte ich den erwarteten Angriff von Peter Lehr abwehren", so das Fazit von Thomas Wittig nach dem Rennen.

In der Tabelle führt nach zwei Rennen Herbert Hauf mit 50 Punkten vor den punktgleichen Thomas Wittig und Peter Lehr (beide 36). In knapp zwei Wochen findet im tschechischen Most das nächste Rennen um die Klassik-Moto-Trophy statt, dann eventuell auch wieder mit Stefan Tennstädt.

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