Süßebacher ist neuer Deutscher Meister

Benjamin Sandig und Saskia Höhn vom Bogenschützenverein Plauen holten Gold bei den Titelkämpfen im Harz. Sandig feierte zudem mit der Landesauswahl Sachsen einen Pokalsieg.

Braunlage.

Sehr erfolgreich sind die Bogenschützen des BSV Plauen von den Deutschen Meisterschaften im Bogenschießen aus dem niedersächsischen Braunlage nach Hause gekehrt. Am Ende gab es Goldmedaillen für den Süßebacher Benjamin Sandig und die Plauenerin Saskia Höhn im Einzel und den Deutschlandpokal mit der Landesauswahl Sachsen. Qualifiziert für die Titelkämpfe im Harz hatten sich die vier Plauener Ende April bei den offenen Sächsischen Meisterschaften. So konnten sich Benjamin Sandig mit dem Jagdbogen, Nico Schirmer mit dem Recurvebogen, Mario Gloeden in der Altersklasse Ü 45 mit dem Compoundbogen und Saskia Höhn in der Altersklasse U 20 mit dem Recurvebogen mit den besten Bogenschützen aus allen Bundesländern messen.

Bei einem Starterfeld von gut 440Sportlern ging es am Samstag und Sonntag darum, wer am besten mit Pfeil und Bogen umgehen kann. In zwei Parcours, die mit jeweils 28nachgebildeten Tierfiguren wie Eichhörnchen, Reh, Hirsch oder auch Bison und Bär bestückt waren, mussten die Bogensportler kühlen Kopf und ein ruhiges Händchen beweisen. Zunächst wurde eine Waldrunde absolviert, wobei jeder Bogensportler pro Tiernachbildung drei Pfeile zur Verfügung hatte. Dabei war es das Ziel jedes Schützen, das nachgebildete "Kill" des Tieres zu treffen. Die Ziele standen in Entfernungen von 5 bis 60 Meter. Die Schützen mussten dabei die Entfernungen schätzen - diese waren den Bogensportlern nicht bekannt - und dann mit Pfeil und Bogen treffen.

Bei dieser Waldrunde legten die Bogensportler aus Plauen den Grundstein für ihr erfolgreiches Abschneiden bei diesen 16. Deutschen Meisterschaften. Nach dem ersten Tag belegte Benjamin Sandig mit dem Jagdbogen den sechsten Platz. In der Klasse Recurvebogen konnte sich Saskia Höhn den ersten Platz und Mario Gloeden den siebenten Platz sichern.

Neu im 3-D-Team der Plauener war Nico Schirmer. Er sicherte sich bei seiner Premiere unter Deutschlands Besten nach dem ersten Tag den sechsten Platz. Somit waren alle vier Starter des BSV Plauen in einer guten Ausgangsposition vor der Jagdrunde, die am Sonntag auf dem Plan stand. Bei der hatten die Bogenschützen für jedes Ziel auf unbekannte Entfernung nur einen Pfeil zur Verfügung. Da hieß es, Nervenstärke und eine sichere Hand zu bewahren. Das gelang den Plauenern Bogenschützen, und so konnten am Ende Medaillen gefeiert werden. Saskia Höhn sicherte sich nach zwei erfolgreichen Tagen die Goldmedaille und verteidigte damit den Titel der Deutschen Meisterin in ihrer Altersklasse mit dem Recurvebogen. Sie verwies mit einem riesigen Vorsprung von 117 Ringen auf die Zweitplatzierte zwei Bogenschützinnen aus Nordrhein-Westfalen auf die Plätze.

Benjamin Sandig setzte sich im Finale mit Nervenstärke durch, verbesserte sich von Platz 6 auf Platz 1 und wurde Deutscher Meister vor Ronny Langer vom Dresdner BV und Ronny Albert aus Leipzig. Nico Schirmer zeigte bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft in der Disziplin 3 D Nervenstärke und verbesserte sich am zweiten Tag noch auf Platz 5 in einem starken Starterfeld. Mario Gloeden musste sich in der Klasse Compoundbogen mit einer starken Konkurrenz messen, konnte aber dennoch den siebenten Platz des Vortages noch verbessern und belegte am Ende den sechsten Platz.

Mario Gloeden und Benjamin Sandig starteten zusätzlich für die Landesauswahl Sachsen im Wettbewerb um den 3-D-Deutschlandpokal. Dabei setzte sich die Auswahl souverän mit 340 Ringen vor Hessen und Niedersachsen durch und gewann Gold und den Pokal. (höt)

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