Tabellenführer zeigt Respekt vor der Werdaer Torfabrik

Noch fünf Spieltage sind in der Fußball-Vogtlandliga zu absolvieren. Im Kampf um die Meisterschaft schwächelte das Spitzenduo Schreiersgrün und Neustadt zuletzt.

aUERBACH.

Schwierige Heimaufgaben haben die Führenden der Vogtlandliga am 22. Spieltag zu lösen. Eine Entscheidung im Meisterschaftskampf ist angesichts eines Abstandes von einem Punkt nicht zu erwarten. Spitzenreiter Schreiersgrün musste zuletzt ausgerechnet beim Schlusslicht Grünbach-Falkenstein mit dem 1:3 die erste Saisonpleite hinnehmen. Am Sonntag will er die Tabellenführung im Duell mit dem offensivstarken Tabellendritten FC Werda verteidigen. Der ist das Team der Stunde, sechs Siege mit 30 erzielten Treffern sprechen eine deutliche Sprache.

"Diese Werdaer Tormaschine ist ein ganz harter Brocken", räumt Schreiersgrüns Abteilungsleiter Michael Wolf ein. "Das ändert aber nichts daran, dass wir die letzten fünf Spiele allesamt gewinnen wollen. Das ist alles eine reine Kopfsache und eine Frage der Einstellung." Mangelnde Einstellung und ein Unterschätzen des Gegners habe zur Niederlage gegen das Schlusslicht geführt. "Spätestens jetzt dürften alle wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet sein. Und das ist gut so, zumal wir ein schweres Restprogramm mit noch drei Auswärtsspielen vor uns haben."

Glück für Schreiersgrün war, dass der Tabellenzweite Neustadt beim 1:1 gegen Rodewisch die Gunst der Stunde nicht nutzte, um an den Männern vom Fronberg vorbeizuziehen. Die seit 14 Spielen unbezwungenen Neustädter erwarten die zweite Vertretung des VfB Auerbach. Der Tabellensechste war zuletzt etwas abgefallen, musste nach einer guten Phase aber zwei Niederlagen einstecken.

"Schreiersgrün ist nun mal in der Pole Position, aber wir hoffen auf einen weiteren Ausrutscher. Selber wollen wir alle restlichen Spiele gewinnen und unsere starke Serie fortsetzen", sagt Neustadts Abteilungsleiter Axel Reinhold. "Sollten wir nicht Erster werden, bricht die Welt auch nicht zusammen. Da werden wir neidlos anerkennen, dass die Schreiersgrüner eine ganz tolle Saison gespielt haben und ihnen dazu gratulieren."

Gegen den Abstieg stemmen sich die SpVgg Grünbach-Falkenstein und die SG Stahlbau Plauen. Schlusslicht Grünbach bewies mit dem Erfolg gegen Spitzenreiter Schreiersgrün Moral und könnte beim nun zum dritten Mal in Folge im Pokalfinale stehenden SC Syrau (Rang 4) nachlegen. Zehn Zähler fehlen dem Letzten im Moment bis zum rettenden Ufer. Die Syrauer konnten ihre jüngsten drei Punktkämpfe gewinnen.

Sechs Zähler müsste der aktuell zweite Absteiger Stahlbau Plauen aufholen. Nach zuletzt zwei Niederlagen stehen die Stahlbauer nun beim 1. FC Rodewisch (Rang 11) unter Zugzwang. Doch auch die Rodewischer sind längst nicht gesichert, nur sechs Punkte sind sie vom Abgrund entfernt.

Zwischen beiden Kontrahenten liegt auf dem drittletzten Platz der ebenfalls gefährdete VfB Mühltroff. Aktuell fünf Punkte ist er von den Abstiegsplätzen entfernt und muss nun im Duell der Aufsteiger bei der SG Rotschau (Platz 5) ran. Mit vier Zählern aus den vergangenen drei Punktspielen liegt Rotschau im Durchschnitt, hat zudem zum zweiten Mal hintereinander das vogtländische Pokalfinale erreicht.

Um statistische Details kicken in der gesicherten Zone die vier Teams auf den Plätzen 7 bis 10. Der Neunte Grün-Weiß Wernesgrün ist Gastgeber für den Tabellennachbarn 1. FC Wacker Plauen (Rang 10). Zudem erwartet der VfB Lengenfeld (Platz 8) im Stadtderby den Siebenten BSV Irfersgrün.

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