Trainer Michael Hiemisch fordert etwas mehr Bissigkeit ein

Fußball: Regionalligist VfB Auerbach trennt sich im Testspiel vom Punktspiel-Konkurrenten FSV Budissa Bautzen 2:2 (1:1)

Auerbach.

Wie schon im jüngsten Regionalliga-Duell trennten sich der VfB Auerbach und Budissa Bautzen unentschieden. Eine Woche vor dem geplanten Start in die Frühjahrssaison erzielten Raul Amaro (4.) und Danny Wild (75.) am Samstag auf dem Diesterwegplatz nach schön herausgespielten Toren jeweils den Auerbacher Führungstreffer. Doch der Liga-Konkurrent aus Ost-Sachsen schlug beide Male zurück: Daniel Hänsch glich zum letztlich gerechten 2:2 aus.

Das enge Spiel hätte durchaus auch mit einem Heim- oder Auswärtssieg enden können. VfB-Trainer Michael Hiemisch fand den Test daher ganz anschaulich: "Die Mannschaft hat es heute noch einmal zu spüren bekommen: In solchen Spielen im Abstiegskampf ist Nervenstärke gefragt. Solche engen Partien können in einem Sieg münden, aber auch in der Niederlage."

Für Auerbach sprachen dabei die Chance, denn die Vogtländer kamen öfter gefährlich vors Tor. Danny Wild und Alexander Mattern hätten beinahe noch für den dritten Auerbacher Treffer gesorgt. "Da müssen wir kaltschnäuziger sein", bemängelte Hiemisch. "Dann kannst du auch aus so einem Spiel als Sieger hervorgehen, obwohl du gefühlt spielerisch unterlegen warst." An der Abschlussqualität will das Team deshalb bis zum Saisonstart noch feilen. Dass der höchstwahrscheinlich nicht am Samstag gegen den FC Carl Zeiss Jena stattfinden wird, ist ein offenes Geheimnis. "Es müsste ein Wunder passieren", so der Coach, der nicht daran glaubt, dass die 30 Zentimeter dicke Eis- und Schneeschicht im VfB-Stadion in den nächsten Tagen verschwindet.

Deshalb bleibt ihm wohl noch eine Woche länger Zeit, sein Team auf den Regionalliga-Alltag und den härter werdenden Abstiegskampf einzustellen. Hiemisch nimmt eine wichtige Erkenntnis aus dem Spiel gegen Bautzen mit: Das Team müsse wieder lernen, Fußball zu arbeiten. "In der ersten Halbzeit hat uns das ein Stück weit gefehlt", so Hiemisch, der mehr Zweikampfhärte erwartet. "Das war noch ein Weckruf. Nun wissen wir: In den Punktspielen kommt deutlich mehr auf uns zu als noch in den Testspielen, die wir hoch gewonnen haben. Dann gelingen dir eben die guten spielerischen Elemente nicht so, wie gegen schwächere Teams." Außerdem müsse das Team mehr Konsequenz in der Defensive an den Tag legen - eine Lehre aus den Gegentoren, als Auerbach erst in einen Konter lief und beim 2:2 zu behäbig agierte.

Womöglich entspannt sich in den nächsten Tagen auch die Personalsituation. Marcin Sieber brach sich am Samstag gleich zu Beginn die Nase, Philipp Müller und Felix Lietz erlitten Knieverletzungen. Immerhin gab es aber auch Lichtblicke. Mit Raul Amaro, der nach toller Vorarbeit von Axel Kühn, abstaubte und Danny Wild, der mit dem Tor nach einem Sololauf seine Rückkehr feierte, machen Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonstart des VfB. Wann auch immer der stattfindet.

Auerbach: Schmidt - Lietz (70. Schlosser), Heger, Sieber (10. Kunert), Mattern - Rupf (46. Paradies) - Amaro, Kötzsch, Schlosser (46. Wild) - Kühn - Mlika. Tore: 1:0 Amaro (4.), 1:1 Hänsch (41.), 2:1 Wild (75.), 2:2 Hänsch (77.). SR: Seidl (Werdau). Zuschauer: 50. (masc)

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