Trainerworte wirken bis heute nach

Mit Platz 2 bei den Deutschen Jugendmeisterschaften setzte Skispringer Tom Gerisch kürzlich das I-Tüpfelchen auf eine tolle Saison. Er ist der Vogtlandsportler der Woche.

Auerbach/Oberwiesenthal.

Mit seinen Leistungen im vergangenen Winter hat sich Tom Gerisch die Latte selbst ziemlich hoch gelegt und zugleich für seine Zukunft höchstwahrscheinlich für Planungssicherheit gesorgt. Auf den Skispringer der WSG Rodewisch kommt im Sommer mit dem Abschluss der zehnten Klasse an der Eliteschule des Sports in Oberwiesenthal eine Zäsur zu. "Ich würde danach gerne in die Sportfördergruppe der Bundeswehr wechseln", blickt er voraus. Dafür braucht es gute Argumente. Und davon hat der 17-jährige Auerbacher reichlich.

Das jüngste ist keine 14 Tage her. Am 16. März holte Tom Gerisch Silber bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Oberhof in der Altersklasse Jugend 16. Tags darauf ließ er mit der sächsischen Mannschaft Silber im Teamwettbewerb folgen und steuerte dort die meisten Punkte bei. Es sollten die einzigen sächsischen Medaillen bei den Titelkämpfen in Oberhof bleiben. Er gewann die Gesamtwertung der Wettkampfserie um den Deutschlandpokal in der Jugend 17, wobei er nach sechs der elf Springen auf dem obersten Treppchen stand. Auch international konnte er sich beweisen. Im Alpencupwettbewerb schaffte er es dreimal unter die besten Zehn. Tom Gerischs Topergebnis stammt aus der vergangenen Saison. Auf Platz 2 bei den OPA-Spielen im slowenischen Planica - das sind die Meisterschaften der Skiverbände der Alpenländer - ist er zurecht bis heute sehr stolz.

Die Grundlage für diese Topleistungen legte Karl Tiepmar, sein erster Trainer bei der WSG Rodewisch. 2008, im Alter von sechs Jahren, fing Tom Gerisch bei ihm an, das Fliegen zu lernen. "Karl Tiepmar ist wirklich ein richtig guter Trainer. Bei ihm habe ich viel gelernt, was mir bis heute noch etwas bringt. Beim Anlauf zum Beispiel denke ich immer noch oft daran, was er mir zu Körperhaltung sagte, und versuche mich zu korrigieren", erinnert sich der Zehntklässler an seine ersten Schritte.

Im Sommer 2015 stellte Tom Gerisch endgültig die Weichen auf Leistungssport und wechselte an den Olympiastützpunkt nach Oberwiesenthal. Dort zündete er unter den Fittichen von Landestrainer Peter Grundig sowie der Stützpunkttrainer Andy Jacob und Tino Haase die nächste Stufe. Wohin der Weg noch führt, wird man sehen. Das derzeit größte vogtländische Skisprungtalent orientiert sich zumindest an den Besten: "Mein Vorbild ist Ryoyu Kobayashi. Der hat einfach eine großartige Technik."

Mit zunehmenden Alter werden die Schanzen größer. Auch in die Klingenthaler Vogtland-Arena ist Tom Gerisch schon gesegelt. Sein Hausrekord stammt allerdings aus dem Schwarzwald. "Mein weitester Sprung waren bisher 135 Meter in Oberstdorf." Das Ende der Fahnenstange soll das noch lange nicht sein,

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