Treuen dreht verrücktes Topspiel

Mit einem 6:4 beim Zweiten in Erlbach hat der FSV die Spitzenposition in der Fußball-Vogtlandliga ausgebaut. Am Wochenende folgt das Kellerduell.

Plauen.

Zwei Nachholspiele standen in der Fußball-Vogtlandliga am Donnerstag an. Während der FC Werda mit einem standesgemäßen 4:2 gegen Schlusslicht Wernesgrün die punktgleichen Syrauer auf Platz4 verdrängte, baute der FSV Treuen seine Spitzenposition durch einen 6:4-Sieg - nach 1:4-Rückstand - beim Tabellenzweiten BC Erlbach aus. Treuen hat bei einem Spiel weniger jetzt schon fünf Punkte Vorsprung vor dem Verfolger.

BC Erlbach - FSV Treuen 4:6 (3:1): Ein Spitzenspiel, das alles hielt, was es versprach. Bei herrlichem Wetter konnten vor der großartigen Kulisse von 215 Zuschauern insgesamt zehn Tore bejubelt werden, mit einem an Ende glücklichen Sieger aus Treuen. Die Erlbacher als Aufsteiger lieferten dem Favoriten ein Riesenspiel, hatten aber nicht das erforderliche Glück auf ihrer Seite. Als Scharschmidt nach der Pause auf 4:1 für den BC erhöhte, lag die Sensation in der Luft, zumal derselbe Spieler in Halbzeit 1 nach einem Heber aus etwa 40 Metern nur den Pfosten und nach dem vierten Treffer noch die Latte traf. Mit dem Anschlusstor durch den vierfachen Treuener Torschützen Mierendorf ging ein Bruch durchs Erlbacher Spiel. Innerhalb von vier Minuten erzielte Treuen den Ausgleich und später die Führung. Der BC gab sich nicht geschlagen, aber in der Schlussminute verhinderte erneut der Pfosten einen Erlbacher Treffer.

FC Werda - SV Grün-Weiß Wernesgrün 4:2 (0:1): Zweimal führte das Schlusslicht. Doch wieder einmal erwies sich Kalan mit einem Hattrick in der Schlussphase als Werdaer Lebensversicherung.

Am Wochenende steht der zehnte Spieltag an. Im Keller mühen sich die SG Jößnitz und der SV Grün-Weiß Wernesgrün um Zähler gegen den Abstieg. Fortuna und Wacker bestreiten ein Plauener Derby.

FC Fortuna Plauen (10.) - 1. FC Wacker Plauen (14.): Das Plauener Derby findet diesmal im unteren Tabellendrittel statt. Fortuna hat sich nach dürftigem Saisonstart aufgerappelt und drei Spiele nicht verloren (ein Sieg, zwei Unentschieden). Wacker unterlag zwar in den jüngsten drei Begegnungen, allerdings waren unter den Kontrahenten auch die Topteams aus Treuen und Erlbach.

SC Syrau (4.) - BSV Irfersgrün (8.): Die Syrauer sind seit dem 1. September (0:4 in Treuen) ungeschlagen und mittlerweile auf Tuchfühlung mit dem Spitzenduo. Gegner Irfersgrün, zuletzt spielfrei, wartet nach starkem Saisonstart seit dem 22. September auf einen Dreier.

SG Unterlosa (9.) - FC Werda (3.): Gastgeber Unterlosa kam zuletzt beim 1:8 in Schreiersgrün schlimm unter die Räder, Trainer Axel Gerstner muss sein Team moralisch wieder aufbauen. Werda ist nicht ohne und seit fünf Begegnungen unbesiegt. Zuletzt nahm man zweimal auswärts alle drei Punkte mit nach Hause.

1. FC Rodewisch (12.) - BC Erlbach (2.): Die Rodewischer, vor einem Monat noch Vorletzter, haben scheinbar die Wende zum Guten geschafft, konnten aus den vergangenen drei Partien sieben Pluspunkte auf ihr Konto einzahlen. "Nach einem schweren Start mit vielen kleinen Problemchen haben wir nun hoffentlich in die Spur gefunden und die Spiele gewonnen, die man gewinnen muss", so Rodewischs Trainer AndreasWolf. "Wir wollen gegen Erlbach nun den ersten Heimsieg landen, um langsam im gesicherten Mittelfeld anzukommen." Trotz der Niederlage im Spitzenspiel: Erlbach bleibt die Positiv-Überraschung der Liga. Der Aufsteiger hat sich in oben festgesetzt und dürfte von dort auch nicht so leicht zu verdrängen sein.

FSV Treuen (1.) - VfB Auerbach II (11.): Landesklasse-Absteiger Treuen geht als Favorit in die Begegnung. Der für das Ziel Wiederaufstieg erheblich verstärkte Kader hat die meisten Tore erzielt, nur Jößnitz hat weniger Tore kassiert. Die Auerbacher, Mitte September noch Tabellenführer, konnten zuletzt dreimal hintereinander nicht gewinnen. Da die Abstiegsränge nicht mehr weit entfernt sind, täte ein Punktgewinn not.

SG Jößnitz (13.) - Grün-Weiß Wernesgrün (15.): Jößnitz ist im Kellerduell favorisiert. Immerhin ging der Aufsteiger zuletzt dreimal in Folge nicht als Verlierer vom Platz, allerdings auch nicht als Gewinner. Mit einem weiteren Unentschieden dürfte der Jößnitzer Trainer Ronald Färber sicher nicht zufrieden sein. Zu schwach präsentierte sich der immer noch sieglose Gast aus Wernesgrün im bisherigen Saisonverlauf.

SV Kottengrün (7.) - SG Rotschau (5.): Hopp oder top heißt es stets bei den Kottengrünern. Entweder gewinnt die Elf von Spielertrainer Tomas Abel-Randa oder sie verliert. Das passierte bisher je viermal, ein Remis steht noch nicht in der Statistik. Rotschau spielt weiter eine starke Saison, unterlag in den jüngsten sieben Partien nur einmal (1:6gegen Treuen).

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