Treuener laufen durch den Dezember

Mit einem besonderen Adventskalender hat die Laufgemeinschaft die wettkampf- und trainingsfreie Zeit überbrückt. Das selbst gesteckte DreiWochen-Ziel war nach wenigen Tagen erreicht.

Treuen.

Was tun, wenn die Wettkämpfe abgesagt sind, die Trainingsgruppen nicht zusammen trainieren dürfen und die Sporthallen verschlossen wurden? Diese Frage haben sich in den vergangenen Wochen auch die Leichtathleten des Treuener LV gestellt. Damit Zusammenhalt und Trainingsfleiß weiter gefördert werden, dachte sich Ute Pauleck daher einen digital geführten Adventslaufkalender aus.

Vom 1. bis zum 24. Dezember trug jeder, der mitmachte, online seine gelaufenen Kilometer ein. "Wurde anfangs an vielleicht 500 mögliche Kilometer gedacht, so wurde diese Zahl bereits nach der ersten Woche erlaufen, also das Laufziel auf 2000 Kilometer erhöht, um vielleicht noch auf 2412 Kilometer und damit die Ziffernfolge von Heiligabend aufzustocken", schildert Torsten Forner vom Treuener LV. Nach der ersten Hälfte kam aber die Ernüchterung, denn "nur" 1068 Kilometer standen zu Buche.

Doch die Laufgruppe gab nicht auf. Vom jüngsten Mitglied Marta Strohbach über die Leistungsträger Pascal Gemkow, Marcel Staudacher, Oleksii Prokopchuk, Uta und René Klug sowie Hobbyläufer wie Bianca Tröbst und Zsuzsa Glück bis zu den Senioren Torsten Borst, Torsten Forner und Torsten Schultheß wurden die Laufschuhe geschnürt und Kilometer für Kilometer erlaufen. Selbst der verletzte Holger Petzold brachte seine drei ersten Laufkilometer nach der Verletzungspause ein. Am Ende wurde die anvisierte Marke von 2412 Kilometer locker übertroffen. Insgesamt haben 21 Läufer an der Adventskalenderaktion teilgenommen. Jeden Tag waren einige von ihnen unterwegs, die Streckenlängen lagen zwischen 3 und 28 Kilometern. Die meisten Kilometer steuerte Marcus Pröhl bei.

"Bei dem täglichen Zusammenzählen der Kilometer hatten alle ihren Spaß. Ein tolle Aktion, die uns Läufer virtuell zusammen gehalten hat und die ein schöner Trainingsanreiz war, um auch bei schlechtem Wetter den inneren Schweinehund zu überwinden und raus in die Natur zu gehen", schildert Torsten Forner den Effekt des Laufkalenders.

Untätig daheim sitzen bleiben die Treuener nach Abschluss dieser Aktion natürlich nicht. So waren Mitglieder der Laufgemeinschaft in den vergangenen Tagen auf den Strecken des Falkensteiner Neujahrsberglaufs anzutreffen, den sie unter normalen Bedingungen am Samstag absolviert hätten und der nun ebenfalls ganz auf eigene Faust absolviert werden kann. Die erreichten Zeiten registriert in diesem Fall der SV Blau-Weiß Auerbach als Laufveranstalter. (pj)

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