Trotz Unentschieden: Klassenerhalt fast sicher

Die Bundesliga-Wasserballer des SVV Plauen kamen in einem spannenden Spiel gegen den Tabellenletzten SG Neukölln Berlin nicht über ein 11:11 hinaus. Der Punkt bringt den SVV seinem Ziel aber ein großes Stück näher.

Plauen.

Das Stadtbad war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als der SVV Plauen am Samstag gegen die SG Neukölln Berlin, den Tabellenletzten der A-Gruppe der Deutschen Wasserballliga, anschwamm. Die Motivation bei den Spielern war groß, gleichermaßen auch bei der Anhängerschaft: "SVV stark wie Sau!" ertönte es immer wieder von den Rängen. Man spürte, dass die Zuschauer ihr Team zu einem Sieg schreien wollten. Nichts Anderes wurde erwartet.

Die Mannschaft sprang als Favorit ins Wasser und wollte unbedingt zeigen, dass sie in der Lage ist, gegen die Teams in der unteren Tabellenhälfte zu gewinnen. Dass es dann nicht zu einem Sieg gereicht hat, lag laut Trainer Jörg Neubauer unter anderem daran, dass seine Mannschaft es nicht schaffte, sich genügend Freiräume zu erspielen. "Der Gegner hat gut aus dem Rückraum agiert und es uns schwer gemacht, unser Spiel nach vorn durchzubringen."

Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung für einen kurzen Moment deutlich in der Schwimmhalle zu spüren, besonders auf den Zuschauerrängen. Die zahlreichen Fans waren praktisch noch unter Schockzustand, als die Gäste in den letzten Sekunden der Spielzeit den Ausgleich erzielten. Das Unentschieden hätte man sich sicherlich gern erspart. Nach einem frühen 0:1-Rückstand erspielte sich der SVV eine Vier-Tore-Führung. Beim Stand von 7:3 kam kurzweilig das Gefühl auf, dass das Spiel in die richtige Richtung läuft. Alles hoffte, dass die Führung nicht mehr aus der Hand gegeben wird. Doch es kam anders.

Neukölln erzielte vier Tore in Folge. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich das Spiel zu einer Hängepartie, die an Spannung kaum zu übertreffen war. Tore fielen auf beiden Seiten. Es ging hin und her, beide Mannschaften wechselten sich mit der Führung ab. Allerdings kam beim SVV kein richtiger Spielfluss mehr zustande, es hatten sich einige Unkonzentriertheiten eingeschlichen. Kontermöglichkeiten konnten nicht immer in einen Torerfolg umgesetzt werden. Beim Stand von 11:10 war es dann der Neuköllner Marek Molar, der mit einem sehenswerten Rückhandwurf für den 11:11-Entstand sorgte.

"Wir haben uns um den verdienten Lohn gebracht", meinte Neubauer. "Gegen Neukölln wollten wir uns beweisen, dass wir zu den besseren Teams in der unteren Tabellenhälfte gehören, besonders jetzt, da wir die schweren Spiele hinter uns haben", so der Trainer.

Trotz der Enttäuschung, keine zwei Punkte eingefahren zu haben, können die Plauener optimistisch nach vorne Blicken. Denn das Saisonziel, der 6. Platz, der gleichzeitig den Klassenerhalt in der Gruppe A bedeutet, ist ihnen fast nicht mehr zu nehmen. Nur der Duisburger SV (Tabellenplatz 7 und 4 Punkte hinter Plauen) könnte den Vogtländern theoretisch noch dazwischen funken. Dazu müsste Plauen die beiden letzten Spiele der Hauptrunde beim jenem Duisburger SV (23. März) und gegenden SSV Esslingen (aktuell Platz 5) zu Hause, verlieren. Hinzu kommt, dass der Duisburger SV sein letztes Spiel gegen den Tabellenzweiten Spandau 04 Berlin mit möglichst vielen Toren gewinnen müsste. Das erscheint aber sehr unwahrscheinlich, zumal die Berliner aktuell punktgleich mit Spitzenreiter und Titelverteidiger Waspo Hannover sind und den Kampf um den ersten Tabellenplatz noch nicht aufgegeben haben.

SVV Plauen: Serio - Soltesz (1) Schubert (1), Karteszi (3), Fritzsch (1), Bohutinsky, Korpasci (3), Kerschbaum, Nagy, Parkanyi (2), Roßner, Bolman, Kaminke.

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