TSV-Frauen bleiben trotz Niederlage vorn

Einen Heimspieltag mit höhen und Tiefen hatten die auf Bezirksebene spielenden Oelsnitzer Handballteams. In der Kreisliga der Männer feierte Klingenthal einen Kantersieg.

Oelsnitz/Klingenthal.

Trotz der zweiten Saisonniederlage - ein 24:26 gegen Rochlitz - bleiben die Handballerinnen des TSV Oelsnitz Tabellenführer der 1. Bezirksklasse. Der Vorsprung auf Verfolger Glauchau-Meerane III schrumpfte aber auf einen Zähler. Ihre Chancen im Spitzenkampf der Bezirksliga wahrten die TSV-Männer mit dem 36:34-Heimsieg gegen Schneeberg. Der Rückstand des Dritten auf Tabellenführer Hohenstein-Ernstthal bleibt bei drei Punkten. In der Kreisliga der Männer endete das Duell Letzter gegen Erster, Oelsnitz II gegen Klingenthal, 20:40. Neptun Markneukirchen als Vorletzter ließ mit dem 23:27 gegen Lengenfeld III abreißen.

Bezirksliga Männer: TSV Oelsnitz - SV Schneeberg 36:34 (17:16): Nach der langen Spielpause lief beim TSV noch nicht wieder alles rund. Doch mit der richtigen Einstellung konnte er technische Fehler und Unkonzentriertheiten beim Abschluss wieder ausbügeln. Nach vier Minuten waren in der torreichen Anfangsphase schon sieben Treffer gefallen (4:3). Danach ging es etwas ruhiger zu. Die Oelsnitzer legten immer ein Tor vor und Schneeberg glich aus. So ging es bis zur Pause. Ein verwandelter Siebenmeter brachte dem TSV die 17:16-Pausenführung. Die zweite Hälfte startete wie die erste torreich. In den ersten zwei Minuten fielen fünf Treffer. Zu diesem Zeitpunkt stand es 19:19. In der Folge gingen die Schneeberger das erste Mal im Spiel sogar in Führung (19:20), die sie noch um ein Tor ausbauten. Bis zur 39. Minute (21:23) hielten die Erzgebirger den Zwei-Tore-Vorsprung, dann glich Oelsnitz zum 23:23 aus und lag ab dem 25:24 wieder vorn. Nun lief es wie fast die gesamte Zeit: Der TSV legte ein Tor vor, Schneeberg glich aus. Mit kleinen Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel verpassten es die Oelsnitzer, den Vorsprung zu vergrößern. Mit einen Doppelschlag leiteten die Gäste die heiße Schlussphase ein. Bis zur 56. Minute (32:33) lagen sie ein Tor vorn. Dann aber hielt der Oelsnitzer Keeper jeden Ball und sein Team zog mit drei Toren in Folge bis zur 59. Minute auf 35:33 davon. Doch den Schneebergern gelang der schnelle Anschluss. Es war noch eine knappe halbe Minute zu spielen. Mit einer offensiven Manndeckung versuchten die Erzgebirger, noch einen Ballverlust der Oelsnitzer zu erzwingen. Doch diese spielten routiniert und cool zu Ende und warfen mit dem Schlusspfiff das Tor zum 36:34. (ixs)

Oelsnitz: Seidel - Grünwald (8 Tore), F.Schmidt (5), Rauh (2), D. Schmidt (5), F.Bechler (4), Haller (2), Lehmann, Leucht (7/davon 3 Siebenmeter), Schieferdecker (3), Müller

1. Bezirksklasse Frauen: TSV Oelsnitz - Motor Rochlitz 24:26 (15:12): Mit einer Niederlage gegen den Tabellenvierten sind die Oelsnitzer Frauen in das Jahr gestartet. Das Spiel begann ausgeglichen. Köster und Schererova brachten die Oelsnitzer Frauen in Führung. Allerdings stand die TSV-Abwehr diesmal nicht so stabil wie sonst. Sie ließ Lücken zu und Rochlitz wusste diese zu nutzen. Vor allem die Rochlitzer Kreisläuferin machte den Vogtländerinnen zu schaffen, immer wieder gelang es ihr sich durchzusetzen. Das führte zu einigen Siebenmetern und Unruhe in der Abwehr. Trainer Papst stellte daraufhin um. Torhüterin Deichsel ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, vereitelte einige gute Chancen der Gegner und baute ihre Mannschaft auf. Mit Kontern und schnellen Angriffen kam der TSV zu Toren. Mit einer 15:12-Führung ging es in die Kabine. Nach sechs Minuten der zweiten Hälfte schloss Rochlitz auf, während sich die Oelsnitzerinnen wie bereits in der ersten Halbzeit einige Fehlwürfe leisteten. Auch eine Auszeit änderte daran nichts. Den Rochlitzern gelang es, die beiden gefährlichsten TSV-Spielerinnen Köster und Schererova zu stören. Schererova setzte sich zwar noch einige Male durch, dennoch konnte auch sie es nicht verhindern, dass diese Punkte nach Rochlitz gingen. (kfe)

Oelsnitz: Deichsel - Steudel (1), Köster (9/3), Popp, Schererova (13/2), C. Papst, Haller (1), F.Papst, Handke

Kreisliga Männer: TSV Oelsnitz - HV 90 Klingenthal 20:40 (13:17): Mit einem Kantersieg beim Tabellenletzten festigten die Klingenthaler ihren ersten Platz. Nach der Tabellensituation waren von vornherein die Rollen klar verteilt. Nur in den ersten elf Minuten (5:6) blieben die Oelsnitzer auf Tuchfühlung. Die Klingenthaler wurden immer spielbestimmender, konnten sich jedoch bis zum Pausenpfiff nur auf vier Tore (13:17) absetzen. Im zweiten Abschnitt hatten die Oelsnitzer nicht mehr viel entgegenzusetzen. Mit den überragenden Reißmann (15 Tore), Anthony Ludwig (8) und Grohmann (7) warfen die Gäste nach 40 Minuten bereits einen Zehn-Tore-Vorsprung (15:25) heraus. Den Oelsnitzern fehlte im Angriff die nötige Durchschlagskraft und in der Abwehr fand man vor allem gegen die Fernwerfer kaum ein Gegenmittel. So war es für die Klingenthaler ein Leichtes, ihren Vorsprung bis zum Schluss auszubauen. (khfr)

Oelsnitz: Tschöpe - Lehmann (6), Scherbaum, Müller (1), Strobel (2), Wandeler (4), F.Bechler (6), Goldstein, B. Schmidt (1), Michael. Klingenthal: Hahmann, N. Ludwig - Hahn, Hennig (2), Schöfberger (5), A. Ludwig (8), Reißmann (15), Hammer (1), Pöhland (1), Renz, Grohmann (7/2), Weißbach (1), Rammler

SG Neptun Markneukirchen - VfB Lengenfeld II 23:27 (11:14): Gegen den Tabellennachbarn verfehlte die SG Neptun ihr Ziel, die ersten Punkte im neuen Jahr einzuholen. Bereits beim Aufwärmen war zu erkennen, dass es die mit Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft verstärkten Lengenfelder ernst meinten. Die Partie begann ausgeglichen. Bis zur 13. Minute (6:7) hielt Neptun gut mit, konnte aber nicht in Führung gehen. Im weiteren Verlauf hatte Lengenfeld etwas mehr Präzision im Abschluss und setzte sich bis zur Pause auf drei Tore ab (11:14). Neptun tankte neues Selbstvertrauen und gab sich noch nicht auf. Die Angriffe wurden besser ausgespielt, auch die Abwehr stand nach Seitenwechsel gut. So verkürzte Markneukirchen den Rückstand in den ersten zehn Minuten bis auf ein Tor. Aber es reichte wieder nicht, um in Führung zu gehen. Und so drehten die Lengenfelder das Spiel wieder und setzten sich kurz vor Schluss fünf Tore ab (20:25). Mit viel Tempo und Kampfgeist verkürzte Neptun nochmals, verlor aber am Ende 23:27. Dennoch zogen die Markneukirchener ein positives Fazit, denn spielerisch zeigten sie die bisher beste Leistung der Saison.

Markneukirchen: Kühn - Wunderlich (3), Vogt (1), Hüttner (2), Heberlein (2/1), Pilz (3/2), Uebel, Lauterbach (4), Jacob (3), Lasch (4), Rödel (1), Weller, Thiele, Schmidt

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...