Umbau beim KSV Pausa geht voran

Eine über 90-jährige Tradition hat das Vereinsheim des Ringervereins. Zum Jubiläum soll es in neuem Glanz erstrahlen.

Pausa.

Der Chronist des KSV Pausa Horst Steinert weiß genau, was es mit dem Vereinsheim auf sich hat. "Das Haus an der heutigen Scheunenstraße wurde gegen 1890 erbaut und zunächst als Stickerei-Werkstatt von der Familie Bernhard Müller genutzt. Am 13. Dezember 1928 wurde das Objekt an den damaligen ASV Pausa nebst angrenzender Wiese verkauft." Die 180 Mitglieder finanzierten den Kauf damals mit sogenannten Spargroschen, ähnlich dem heutigen Kauf von Aktien, oder Anteilen.

Ein Jahr später wurde die Werkstatt zu einem Trainingsraum umfunktioniert. Ringer, Gewichtheber, Rasenkraftsportler und auch die Boxer hatten damit ihr erstes festes Domizil in Pausa. Neben dem täglichen Training wurde das Objekt an Wochenenden auch für die Austragung von Wettkämpfen genutzt.

1979 wurde das Objekt zu klein und man zog mit nunmehr 120 Nachwuchsringern in die Pausaer Turnhalle um, die später zum Trainingszentrum wurde. Das alte Vereinsheim wurde indes weiter als Trainingsstätte, vor allem als Kraftraum, genutzt. Dafür schaffte man sich zudem eine Kraftmaschine 'Herkules' an.

1990 funktionierten die Pausaer das Objekt erneut um. Aus dem Vereinsheim wurde eine Begegnungsstätte, die vor allem für Treffen, Feierlichkeiten und Tagungen zur Verfügung stand. Hauptnutzer waren die Alten Pausaer Athleten, die sich regelmäßig zum Stammtisch oder Preisskat trafen, aber auch Sportfeste organisierten.

Doch das nunmehr 128 Jahre alte Gebäude ist in die Jahre gekommen. Reparaturarbeiten standen an, vor allem das Dach bereitete den Organisatoren des KSV Pausa beträchtliche Sorgen. Mit Hilfe von Sponsoren und regionalen Firmen wurde in den vergangenen Wochen Hand angelegt und die Schäden behoben. In gut einer Woche, wieder am 13.Dezember - genau 90 Jahre nach dem Kauf des Gebäudes - soll das alte Vereinsheim für den KSV in neuem Glanz erstrahlen.

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