Umbruch in Pausa: Trainerduo hört auf, Schwabe wechselt

Die Ringer des KSV Pausa haben bei ihrer traditionellen Gala Rückschau auf die vergangene Saison gehalten. Der Rückzug aus der Bundesliga hat weitreichende Folgen.

Pausa.

Den etwa 250 Gästen im Bürgerhaus wurde am Samstag bei der traditionellen Gala des KSV Pausa zum Jahresauftakt viel Interessantes und Unterhaltsames geboten. Es wurden aber auch klare Worte gesprochen, den Rückzug der Wettkampfgemeinschaft Pausa/Plauen aus der Bundesliga sowie dessen Folgen betreffend. So nahm das bisherige sportliche Aushängeschild Maximilian Schwabe das Mikrofon in die Hand und erklärte, dass er die Männermannschaft nicht in die Regionalliga begleiten wird, sondern weiter in der Bundesliga kämpfen will. "Um nach meiner langen Verletzungspause möglichst schnell wieder den Anschluss zu bekommen, brauche ich diese Kämpfe gegen Spitzenringer", so der Syrauer, der damit erstmals für eine andere Mannschaft antreten wird.

"Der ASV Schorndorf hat mich gefragt, ob ich mir einen Wechsel vorstellen kann, und ich habe zugesagt", so Schwabe, der allerdings nur für die Ligakämpfe zum Aufsteiger aus Württemberg wechselt. Das Einzelstartrecht für Meisterschaften und Turniere bleibt bei seinem Heimatverein KSV Pausa. "Ich bleibe Pausaer und werde wohl noch paar Jahre Leistungssport betreiben. Ich bin mir sicher, dass ich irgendwann wieder zurück in die Mannschaft komme", so Schwabe. Papiergewichtler Said Gadzimagomedov unterschrieb für die kommende Saison beim FC Erzgebirge Aue. Kevin Lucht wird zukünftig beim RV Lübtheen in der Bundesliga ringen.

Auch auf der Trainerbank wird es einen Wechsel geben. In der kommenden Saison in der Regionalliga Mitteldeutschland sitzen Silvio Hoffmann und Denny Schulz nicht mehr am Mattenrand. Nach zehn Jahren haben sie den Vorstand gebeten, sie von ihren Trainerpflichten für die erste Männermannschaft zu entbinden. "Es ist Zeit für einen Wechsel", so Hoffmann. Für einen Trainer geht es nicht nur darum, bei den Kämpfen am Mattenrand zu sitzen, sondern es müssen Ringer verpflichtet, Verträge geschlossen, An- und Abreise organisiert, aber auch Einzelwettkämpfe besucht und abgesichert werden. "Darunter leidet natürlich auch die Familie. Freizeit gibt es kaum noch", so Hoffmann. "Das Ringen hat sich verändert, auch der Umgang miteinander. Das Geschäft ist härter geworden. Und zehn Jahre sind eben auch eine lange Zeit", so Schulz, der gemeinsam mit Hoffmann dem Verein als Nachwuchstrainer erhalten bleibt. "Sie waren immer mit Herz und Seele dabei", so Moderator Andreas Seidel, worauf es Ovationen für beide gab.

Werner Schellenberg und Anatolij Judin werden das Traineramt übernehmen. Beide haben sich am Bundesstützpunkt Frankfurt (Oder) ein Zimmer geteilt, kennen sich gut und freuen sich auf die Aufgabe, wobei sie auch selbst noch aktiv in die Kämpfe eingreifen können. Während Schellenberg ein waschechter Vogtländer ist, kommt Judin aus Köln. "Ich habe mir hier in Pausa eine Wohnung gesucht, bin gut aufgenommen worden und fühle mich wohl."

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