Vater-Jahn-Gedanke steht im Vordergrund

Der Landessportbund hat vier Verantwortliche der SG Reuth für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Sie schätzen vor allem die familiäre Atmosphäre im Verein.

Reuth.

Spitzensport spielt bei der SG Reuth keine Rolle, dafür aber Sport in der Breite - der Verein zählt aktuell rund 200 Mitglieder, darunter 78 Kinder. Eine wichtige Rolle spielen auch bei der Sportgemeinschaft die Verantwortlichen, die alles organisieren und den Verein am Leben halten. Mit der stellvertretenden Vorsitzenden und Übungsleiterin bei den Kindern, Ulrike Schaarschmidt, Schatzmeisterin Sabine Guse, die im Frauensport aktiv ist, sowie Olaf Meinhardt, der als Schiedsrichter fungiert, Fußballberichterstatter für die "Freie Presse" und gleichzeitig Staffelleiter der 1.Kreisklasse im Vogtländischen Fußball-Verband ist, wurden jetzt drei Mitglieder mit der Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen in Gold ausgezeichnet. Diana Ehrhardt, die sich bei den Kindergruppen als Übungsleiterin einbringt, hat sie in Bronze erhalten.

Wie die 47-jährige erklärt, sei sie durch ihre drei Kinder zum Sport gekommen: "Es ist wichtig, aktiv zu sein." Im Ort sei die Sportgemeinschaft die einzige Möglichkeit, sich gesellschaftlich zu engagieren, sagt Ulrike Schaarschmidt. Und das tun die Reuther. Der Ort hat gut 700 Einwohner, 200 sind beim Sport mit eingebunden. "Was wir ganz vorn anstellen, ist die Freude am Sport, an der Bewegung und der Gesunderhaltung", fügt Schaarschmidt hinzu. Zu ihrer Auszeichnung sagt die 64-Jährige: "Es war eine Überraschung. Ich habe mich riesig gefreut über die Anerkennung - und darüber, dass man das Engagement sieht, was im Verein herrscht." In der SG Reuth ist Schaarschmidt seit 1975, seit 40 Jahren arbeitet sie im Vorstand mit.

Worüber sich die Mitglieder der Sportgemeinschaft freuen würden, wäre eine Frischekur für die rege genutzte Sporthalle. Sabine Guse, die seit 1980 Schatzmeisterin ist, bringt es auf den Punkt: "Es ist unser großer Traum, dass die Sporthalle und auch das Gaststätten-Gebäude hergerichtet werden." Ihren persönlichen Ansporn beschreibt Guse so: "Wir möchten etwas bewegen in Reuth und freuen uns, wenn Sport getrieben wird." Die 59-Jährige schätzt vor allem, dass meist die ganze Familie eingebunden ist, wenn man sich im Verein engagiere. Die Sportgemeinschaft sei auch für sie eine große Familie. Olaf Meinhardt schaut etwas neidisch auf die weibliche "Konkurrenz": "Die Frauen haben uns gewaltig den Rang abgelaufen. Der Fußball, der früher eine große Rolle gespielt hat, ist leider etwas nach hinten gerückt."

Neben den Fußballern, die in der 1. Kreisklasse spielen, und der Kicker-Jugend gibt es noch je zwei Volleyballgruppen und Frauensportgruppen im Freizeitbereich. Die Akteure in der SG Reuth sind ehrenamtlich sehr engagiert. Auch Kulturelles wird organisiert, zum Beispiel die Kinderfaschingsparty.

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