Vereine arbeiten schon an neuer Spielzeit

Die Saison in der Handball-Oberliga ist beendet. Einheit Plauen freut sich somit über den Klassenerhalt. Oberlosa steht auf Platz 5, hat aber auch Grund zum Feiern.

Plauen.

Der Mitteldeutsche Handball-Verband hat die Oberligasaison nunmehr endgültig für beendet erklärt. Der SV 04 Oberlosa schließt damit die Spielzeit auf Platz 5 ab, Lokalrivale HC Einheit Plauen bleibt in der Endabrechnung Elfter und darf sich über den Klassenerhalt freuen. Der HC Burgenland ist Mitteldeutscher Meister geworden, die Naumburger steigen in die 3. Liga auf. Delitzsch war zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs punktgleich Zweiter und ist Vizemeister.

Für den Oberlosaer Abteilungsleiter Rico Michel ist die Entscheidung ein zu erwartender amtlicher Akt gewesen. "Es war allen klar, dass es so kommt. Trotzdem sind wir erleichtert, weil jetzt wenigstens diese Unwägbarkeit geklärt ist." Mannschaftskapitän Carsten Klaus fungiert künftig als Manager. Der Torhüter bereitet sich auf die Zeit nach seiner aktiven Laufbahn vor. Und der 36-Jährige überrascht mit folgender Aussage: "Wir haben die Coronapause genutzt, um gute Gespräche zu führen. Unsere Mannschaft wird nächstes Jahr neue Gesichter aufweisen", kündigt der neue Manager an. Den Verein verlassen werden Andreas Weikert (seit 2014 beim SV 04) und Denny Mertig (seit 2015) sowie Marc Multhauf (seit 2018). Während es Weikert und Multhauf zurück in die Heimat zieht, kann sich Mertig durchaus vorstellen, weiter von seinem Wohnort in Dresden zu pendeln. Es bleibt also abzuwarten, wohin es den Rechtsaußen zieht.

Zunächst allerdings steht in der Oberliga überall der wirtschaftliche Überlebenskampf an erster Stelle. Umso überraschender ist da eine Nachricht vom SV 04 Oberlosa II. Auf Nachfrage bestätigte der Vereinsvorsitzende Bernd Märtner: "Unsere zweite Mannschaft hat den Aufstieg in die Sachsenliga geschafft. Die Spieler waren vor geraumer Zeit an uns herangetreten und haben uns gebeten, das Team trotz Coronakrise als Aufsteiger zu melden. Dem sind wir nachgekommen. Jetzt ist das ganze amtlich, da die Saison nun beendet ist."

Sabrina Lukas, Pressesprecherin des geschäftsführenden Vorstandes beim HC Einheit, betonte: "Alles andere als dieser Saisonabbruch wäre aufgrund der Corona-Einschränkungen unrealistisch gewesen." Auch die Verantwortlichen beim HC Einheit versuchen jetzt so gut es geht, sich auf den Saisonstart Anfang September vorzubereiten. Aufatmen dürfen die drei Letztplatzierten. Aschersleben, Oebisfelde und Jena bleiben in der Mitteldeutschen Oberliga, weil es in dieser Saison keine Absteiger gibt.

Das hat erhebliche Auswirkungen auf das Teilnehmerfeld für die kommende Spielzeit. Die Landesverbände Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt dürfen einen Aufsteiger in die Oberliga schicken. Und weil mit dem HC Elbflorenz Dresden II, der sich freiwillig aus der 3. Liga zurückzieht, ein Verein von oben kommt, wird es voraussichtlich in der kommenden Saison 17 Oberligisten geben.

Damit ist klar, dass die Vereine wegen der Mehrbelastung größere Mannschaftskader formieren müssten. Gejammere hört man deswegen vom HC Einheit nicht: "Oberste Priorität haben selbstverständlich die Finanzen. Aber wir haben ordentlich gehaushaltet, sodass wir gar nicht so schlecht dastehen. Was machbar ist, tun wir. Allerdings werden wir nicht ins Wettrüsten einsteigen, denn das geht nach der Coronakrise genauso schief wie zuvor", macht Sabrina Lukas neugierig. Auch beim HC Einheit ist hinter den Kulissen demnach trotz Coronapause viel in Bewegung.

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