VfB bezieht bittere Niederlage

Ein magerer Punkt aus der englischen Woche lässt Auerbach auf den vorletzten Platz der Fußball- Regionalliga rutschen. Am Samstag gab es ein 0:2 gegen den FC Oberlausitz.

Auerbach.

1:1 gegen Nordhausen, 0:2 bei Hertha BSC II, 0:2 gegen Neugersdorf - das ist die Bilanz des VfB Auerbach aus der englischen Woche. Ein Punkt von möglichen neun Zählern lässt die Vogtländer auf den vorletzten Platz abrutschen. Nach dem Landespokalspiel bei Landesligist Neusalza-Spremberg ist das Team von Sven Köhler am 21. Oktober im Punktspiel in Meuselwitz damit unter Zugzwang.

Am Samstag gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf investierten die Auerbacher viel, hatten etliche Chancen, trafen aber das Tor nicht. Der Gast dagegen war gnadenlos effektiv und hatte mit Vaizov einen sicheren Torwart in seinen Reihen.

Schon nach 30 Sekunden hatte der VfB das1:0 auf dem Fuß. Stock bediente von der Grundlinie Mielke, der am linken Pfosten aus Nahdistanz abzog, doch ein Neugersdorfer Bein klärte zur Ecke. Zimmermanns 12-Meter-Flugkopfball (8.) nach Ecke von Kadric war eine sichere Beute des Gäste-Keepers. Dann verlor Auerbach den Faden und sich selbst im Mittelfeldgeplänkel. Ein starker Spielzug reichte den Gästen zur Führung: Rosas hohe Eingabe von links köpfte Jaroslav Dittrich (23.) zum 0:1 ein. Löser stand da falsch zu Ball und Gegenspieler.

Auerbach machte Druck, wollte den Ausgleich. Dabei wurde Kapitän Schlosser schmerzlich vermisst. Eine Muskelverhärtung zwang den unermüdlichen Wühler und Antreiber zum Pausieren. Für ihn trat diesmal Kadric alle Standards. Aus dem Spiel heraus wusste er antrittsschnell und fintenreich zu gefallen. Seine Eckbälle kamen auch gut. Aber bei den Freistößen agierte er glücklos. Direkt geschossen, gingen sie entweder in die Mauer oder aber weit über oder neben das Gästetor. Coach Köhler meinte: "Er trainiert das oft und hat sich selber gegrämt, dass es nicht besser klappte. Amer Kadric ist für uns sehr wichtig. Er wird auch weiter Freistöße treten." Die größte Chance zum Ausgleich hatte Mielke, dessen präzisen Kopfball Gäste-Keeper Vaizov gerade noch mit einer Hand entschärfen konnte. Heger (37.) köpfte nach einer Ecke knapp rechts vorbei. Stock (40.) verfehlte aus 16 Metern das linke Dreiangel haarscharf.

Nach der Halbzeitpause drängte Auerbach weiter. Nach einem Rückpass auf den Gäste-Keeper blockte Zimmermann (51.) gedankenschnell dessen Abschlag. Der Ball trudelte aber links am Kasten vorbei. Hohe Eingaben in den Gäste-Torraum (53./61.) pflückte Vaizov vor den einköpfbereiten Heger und Mielke herunter. In der 67. Minute die Vorentscheidung: Nach Zuspiel von Moravec schob Robert Koch zum 0:2 ein. Innenverteidiger Lietz, der diesmal die Kapitänsbinde trug, reklamierte vergebens ein vorangegangenes Foul. VfB-Keeper Schmidt bewahrte seine Farben immerhin mit einer Glanzparade bei einem Distanzschuss von Moravec (82.) vor dem 0:3. Auf der Gegenseite brachte Zimmermann in der Nachspielzeit das Leder aus Nahdistanz nicht am Gäste-Torwart vorbei.


Trainerstimmen

Karsten Hutwelker (Neugersdorf): Wir sind sehr schwer in die Partie gekommen, hatten uns taktisch etwas anderes vorgenommen. Die Vierer-Abwehrkette funktionierte nicht richtig. In beiden Halbzeiten haben wir aber zum richtigen Zeitpunkt unsere Tore gemacht. Damit hat sich die Mannschaft für drei letzten Spiele belohnt. Wir freuen uns über den Sieg, er war extrem wichtig am Ende der englischen Woche.

Sven Köhler (Auerbach): Es ist bitter. Fast wie in jedem Spiel legten wir sehr gut los und und hatten die erste Chance. Beim 0:1 müssen besser verteidigen. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, uns aufzubäumen. Doch mit dem 0:2 hat uns Neugersdorf den Zahn gezogen. Die Mannschaft kam körperlich in der englischen Woche an Grenzen. Auch die Wechsel haben keine Wirkung erzielt. Es ist eine ärgerliche Niederlage.

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