VfB setzt stärker auf eigene Jugend

Fußball-Regionalligist Auerbach ist am Mittwoch ins Training eingestiegen. Tags darauf wurde das Team komplettiert.

Auerbach.

So schnell gehen Wünsche in Erfüllung. Sven Köhler, der Trainer des Fußball-Regionalligisten VfB Auerbach, hatte vor dem Auftakttraining am Mittwochnachmittag noch eine Verstärkung auf der rechten Außenbahn in der Defensive gefordert. Einen Tag später vermeldet der VfB Vollzug. Mit Marcel Baude hat er am Donnerstag die Lücke geschlossen. Baude kehrt nach den Stationen Hallescher FC und Energie Cottbus in seine sächsische Heimat zurück. Nachdem der Vertrag des 29-Jährigen in der Lausitz im Sommer ausgelaufen war, sah sich Baude nach einem neuen Verein um. Da Sven Köhler und Marcel Baude sich aus der gemeinsamen Zeit beim Halleschen FC noch gut kannten, überzeugte er ihn davon, nach Auerbach zu wechseln.

Auffällig beim ersten Training: Das Gesicht des Teams hat sich deutlich gewandelt. Die Mannschaft ist jünger und vogtländischer. Trotz der fünf Zugänge von außen peilt der Verein eine stärkere Integration von jungen Spielern aus dem eigenen Verein an. "Bald soll unser Regionalligakader zur Hälfte aus Spielern aus dem eigenen Nachwuchs stammen", so die Vision von Manager Volkhardt Kramer. Unter diesen Vorzeichen ist auch die Vertragsunterzeichnung von Pascal Sauer zu verstehen. Im U-19-Team wies er in der zurückliegenden Saison mit 23 Toren seine Offensivstärke nach. "An deren Ausprägung haben viele Nachwuchstrainer, die Pascal seit der E-Jugend in Auerbach ausgebildet haben, Anteil", sagt Kramer. Nach Jan Luderer und Jan Max Denschel rückt mit ihm bereits der dritte Nachwuchsspieler ins Regionalligateam. "Wir holen die Jungs nicht in den Kader, um ihn zu verbreitern, sondern weil wir überzeugt sind, dass sie sich durchsetzen können", sagt Kramer. Deshalb sei der Verein auch davon abgerückt, Spieler von Dynamo Dresdens U 19 zu verpflichten. "Wir sind der Meinung, dass unsere eigenen Nachwuchsspieler ähnlich stark sind." Dagegen verlässt mit Tim Hoffman ein junger Spieler den Verein. Der 20-jährige gebürtige Dresdener konnte sich in zwei Jahren beim VfB keinen Stammplatz erspielen.

Marcel Maschke trainiert ebenfalls derzeit mit dem VfB -Team mit. Der frühere Jenaer und Plauener will nach längerer Verletzungspause ausprobieren, ob sein Körper noch einmal höherklassigen Fußball zulässt. Der Kontakt kam über seinen Beruf zustande: Maschke ist Lehrer an der Seminarschule in Auerbach, mit der der VfB kooperiert.

Dieses Wochenende stehen die ersten Testspiele an: am heutigen Freitag, 18 Uhr beim SV Wildenau und am Sonntag, 16 Uhr beim BC Erlbach. "Auch wenn es unterklassige Gegner sind, wir nehmen die Spiele als erste Tests ernst", sagt Trainer Sven Köhler.

Weitere Testspieltermine Samstag, 29. Juni, 14.30 Uhr beim FC Hirschfeld; Sonntag, 30. Juni, 16 Uhr in Reumtengrün gegen die U 19 des FC Erzgebirge Aue; Freitag, 5. Juli, 18.30 Uhr beim VFC Plauen.

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