VfB steht gegen Lok unter Dampf

Die Auerbacher Regionalliga-Kicker wollen sich heute im Heimspiel gegen Leipzig endlich belohnen. Der Trainer setzt dafür auf eine Doppelspitze. Ein Fragezeichen aber bleibt.

Auerbach.

Nach drei Niederlagen in Folge soll für den VfB Auerbach heute, 15 Uhr gegen den 1. FC Lok Leipzig der zweite Saisonsieg in der Fußball-Regionalliga her. Für dieses Ziel wird Trainer Sven Köhler, wie in der Vorwoche erstmals praktiziert, Thomas Stock und Marc-Philipp Zimmermann als Doppelspitze auf den Platz schicken. "Als abzusehen war, dass Zimbo zurückkommt, gab es mehrere Überlegungen, was wir machen könnten. Beide zusammen spielen zu lassen, war eine davon, weil Stocki in den Spielen zuvor seine Sache in der Sturmspitze gut gemacht hat", sagte der Trainer gestern der "Freien Presse".

Die Umstellung des Systems von einem auf zwei Stürmer traut Sven Köhler seiner Elf zu. "Im Abwehrverhalten ändert sich dadurch nicht zu viel und wir geben den Jungs ja die nötigen Hilfestellungen mit an die Hand" sagt er. Zudem sei in den Spielen, als Torjäger Marc-Philipp Zimmermann verletzt war, regelmäßig auch Amer Kadric mit nach vorn gestoßen. Wichtig ist für den Trainer schon eher, dass die beiden Angreifer ihre Laufwege abstimmen. "Aber da sie unterschiedliche Typen sind, ist das ohnehin gegeben."

Thomas Stock jedenfalls, der in der Vorsaison meist die linke Seite beackerte, fühlt sich in seiner neuen Rolle wohl. "Ich habe jetzt mehr Freiheiten. Auf der Außenbahn bin ich eher eingeschränkt", erzählt der 26-Jährige. Er hofft genauso wie der Trainer und die Fans, dass "Zimbo" nach seiner Knieverletzung bald schon wieder regelmäßig trifft. "Er braucht dafür die Spielpraxis und die wird er kriegen", sagt der Trainer.

Gegen Lok Leipzig stehen heute aber nicht nur die beiden Stürmer unter Dampf. "Es ist ärgerlich, dass wir aus dem, was wir investiert haben, zu wenig Punkte geholt haben", meint Sven Köhler. Er fordert: "Wir müssen die Fehler minimieren und konsequenter sein. Für die Jungs ist es nicht einfach, nach den Rückschlägen wieder aufzustehen. Sie haben es trotzdem immer richtig verarbeitet. Wir können uns aber nur selbst helfen."

Verzichten müssen die Auerbacher dabei morgen auf Marcin Sieber, der in der Vorwoche bei der bitteren 0:1-Niederlage in Bautzen bereits kurz vor der Pause mit gelb-rot vom Platz musste. Wer ihn vertritt, stand gestern noch nicht fest. "Es gibt zwei, drei verschiedene Optionen. Wenn du die letzte Reihe umstellst, besteht immer ein Risiko. Aber jeder Spieler hat bei uns den Anspruch, Regionalliga zu spielen. Ich werde mir die letzten Eindrücke beim Abschlusstraining verschaffen und dann entscheiden."

Mit Lok Leipzig kommt heute ein Verein nach Auerbach, der oben angreifen wollte und dafür auf Profifußball umgestellt hat. Das trägt bislang aber nur bedingt Früchte, wie acht Punkte aus den ersten sieben Spielen beweisen. Dennoch werden 300 Leipziger Anhänger erwartet. Die Lok-Fans kommen nur über den Ziegeleiweg, die VfB-Fans nur über den Bienenweg ins Stadion. Auch Badstübners Wiese (100 m nach dem Stadion) steht für die Auerbacher zum Parken zur Verfügung.

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