VfB versucht's ohne Verstärkung

Die Auerbacher Regionalliga-Fußballer stehen morgen im Heimspiel gegen den BAK vor der nächsten schweren Aufgabe. Der Verein will es mit dem vorhandenen Kader richten.

Auerbach.

Der VfB Auerbach geht ohne die von Trainer Sven Köhler geforderte oder zumindest erhoffte Verstärkung im defensiven Mittelfeld in den Rest der Regionalliga-Saison. Der Verein ließ die gestern ablaufende Wechselfrist ohne Neuverpflichtung verstreichen. "Es gab viele Ideen und verschiedene Überlegungen, aber es war am Ende nicht der Spieler dabei, der uns sofort geholfen und komplett in unser Konzept gepasst hätte", sagte Auerbachs Manager Volkhardt Kramer. Man habe auch mit dem Verweis darauf, dass dem VfB finanzielle Grenzen gesetzt sind, alle Argumente gegeneinander abgewogen und sich dafür entschieden, dem vorhandenen Kader zu vertrauen.

Sven Köhler akzeptiert die Entscheidung. "Wir wollten natürlich nicht auf Krampf jemanden holen. Aber es ist auch Fakt, dass Verletzungen und Formschwankungen noch schwieriger auszugleichen sind", erklärte er gestern auf Nachfrage. Der 52-Jährige hatte seit seinem Amtsantritt immer wieder davon gesprochen, dass dringend noch eine Verstärkung auf der Sechser-Position gebraucht wird. Denn durch den Wechsel von Philipp Kötzsch nach Bischofswerda, die Verletzung von Daniel Tarczal, der frühestens Ende Oktober wieder fit ist, und das Auslandssemester von Alexander Mattern sind gleich drei Spieler für diese Position weggefallen.

Beim Auswärtsspiel in Chemnitz hat vorige Woche neben Philipp Müller mit André Herold ein zweiter Spieler den Part vor der Abwehr mit übernommen. Beide sind nach langen Verletzungen ins Team zurückgekehrt. "Ich weiß, dass im Moment gerade von André sehr viel verlangt wird, aber ich habe die Hoffnung, dass er weiter vorankommt, wenn er jetzt regelmäßig auf dem Niveau spielt", sagt Volkhardt Kramer. Ungeachtet dessen ist ihm klar, dass der kleine Kader ein Risiko darstellt: "Es darf jetzt möglich nichts mehr passieren." Der einzige Ausweg zum Beispiel bei weiteren Verletzungen wäre die Verpflichtung eines derzeit noch vertraglosen Spielers.

In alle Überlegungen der Vereinsspitze spielt die Hoffnung rein, dass die Mannschaft sich vorerst auch ohne Daniel Tarczal und Torjäger Marc-Philipp Zimmermann (ist zurück im Training) von den Abstiegsplätzen fern hält. Das würde auch den Einbau junger Spieler erleichtern, die sich in der Regionalliga erst noch behaupten müssen. Morgen ist ab 13.30 Uhr mit dem Berliner AK jedoch eine Mannschaft im VfB-Stadion zu Gast, die für Auerbach eine echte Herausforderung darstellt. Die Hauptstädter sind Tabellenvierter und haben ihre bisherigen beiden Auswärtsspiele in dieser Saison gewonnen. Zudem steht für die Vogtländer in sechs gemeinsamen Jahren in der Regionalliga gegen den BAK erst ein Sieg zu Buche.

Unter diesen Voraussetzungen erwartet Trainer Sven Köhler morgen keine Wunderdinge von seiner Mannschaft. "Es geht darum, an die Leistung der zweiten Halbzeit vom Spiel in Chemnitz anzuknüpfen und mit viel Leidenschaft, großer Bereitschaft und innerer Überzeugung aufzutreten." Geärgert hat ihn bei der 1:2-Niederlage beim CFC nur, wie sich sein Team vorm zweiten Gegentor übertölpeln ließ. "Wir müssen hinten wie vorn unsere Aktionen mit aller Konsequenz zu Ende bringen", fordert der Trainer. Obwohl sich einige Spieler unter der Woche mit kleineren Wehwehchen herumplagten, hofft er, wieder die Stamm-Elf bringen zu können.

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