VFC Adorf kann zurück auf seinen Platz

Die gröbsten Hochwasserschäden auf dem Fußballplatz an der Weißen Elster sind behoben. Deswegen ist für den Vogtlandklasse-Verein noch lange nicht alles wieder gut.

Adorf.

Das hätte sich vor einer Woche noch keiner vorstellen können: Seit Donnerstag können die Fußballer des VFC Adorf ihren Sportplatz an der Elsterstraße wieder nutzen. Schon am Donnerstagnachmittag hatte die mit rasender Geschwindigkeit anschwellende Weiße Elster, die in unmittelbarer Nähe vorbeifließt, den Platz komplett überspült. "Bis zu über einen Meter stand das Wasser hoch", schildert VFC-Vereinschef Göran Albert, der sich das Unheil hilflos mit ansehen musste.

Beim Wasser auf dem Rasen ist es natürlich nicht geblieben. Auch das Vereinsgebäude stand im Wasser, ebenso ein Container mit den Gerätschaften des Vereines. Verschont blieb allerdings wie durch ein Wunder die benachbarte Baustelle des neuen Kunstrasenplatzes. Ein Damm hielt das Wasser davon ab, das Geschehen dort wieder auf Null zu drehen. "Das war ganz knapp, da ging es um wenige Zentimeter", sagt Göran Albert.

Noch am Freitag begannen die Aufräumungsarbeiten. Jede Menge Treibgut hatte es auf dem Vereinsgelände angespült, angesichts von überforderten Abwasserrohren und überspülten Kläranlagen war das nicht unbedingt etwas für feine Näschen. Die Drainage hatte es zugesetzt, Vereinsgebäude und Container mussten von Unrat und Schlamm befreit werden. "Wir hatten mehrere Arbeitseinsätze in den Tagen nach dem Hochwasser. Nicht nur unsere Vereinsmitglieder und andere Adorfer haben da geholfen, auch benachbarte Vereine haben uns spontan ihre Hilfe angeboten, wie zum Beispiel Bad Elster, Bad Brambach oder Erlbach. Die Elsteraner haben uns ihren Platz zum Trainieren zur Verfügung gestellt. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und allen Helfern ein großes Dankeschön aussprechen", so Albert.

Trotz der Probleme vor der eigenen Haustür haben auch die VFC-Fußballer in dieser Ausnahmesituation über den Tellerrand geschaut. "Am Samstag haben Fußballer von uns bei den Aufräumungsarbeiten in der Claviez-Siedlung mit angepackt, die hat es ja noch schlimmer erwischt", sagt der Vereinschef. Diese Woche war eine Spezialfirma auf dem Platz, die den Rasen genau inspizierte und am Mittwoch grünes Licht für die Nutzung gab.

Damit ist aber längst noch nicht alles im Lot. Stadt, Landessportbund und Vogtländischer Fußball-Verband haben dem VFC Unterstützung bei der Überwindung aller Schäden zugesagt. So geht von den Eintrittsgeldern des Pokalwochenendes, das am Wochenende in Weischlitz stattfindet, an die geschädigten Vereine aus Adorf und Weischlitz. "Für Anfang August hat der Vogtländische Fußball-Verband ein Benefizturnier in Adorf in Aussicht gestellt, an dem sich unser Verein, die Weischlitzer und eine Vogtlandauswahl beteiligen werden", sagt der VFC-Chef. Der setzt jetzt darauf, dass die angekündigten Hilfen möglichst schnell und unbürokratisch kommen.

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