VFC muss auf elf Spieler verzichten

Fußball: In der Oberliga wartet auf Plauen heute beim Flutlichtmatch eine äußerst schwere Aufgabe

Plauen.

Der VFC Plauen steht nach dem 0:1 beim FC International Leipzig mit dem Rücken zur Wand. Eigentlich muss das Team von Interimstrainer Falk Schindler am heutigen Abend, 19 Uhr gegen den drittplatzierten FC Eilenburg unbedingt Zählbares verbuchen. Sonst droht den Plauenern in der Fußball-Oberliga ein weiterer Absturz und letztlich vielleicht sogar der Abstieg in die Landesliga. Manch einer hatte noch gar nicht wirklich an dieses Szenario geglaubt. Doch vier Spieltage vor Saisonende ist die Luft zum Atmen dünn geworden.

Die Liga hat den VFC nach hinten durchgereicht, weil den Plauenern in fünf Monaten nur zwei Siege glückten. Da es drei Absteiger geben könnte, ist es nun wichtig, nicht noch einen weiteren Tabellenplatz einzubüßen. "Dass wir am 10. Spieltag mit dem gleichen Kader Fünfter waren, das mag so sein. Wenn ich aber diesen Freitag elf Spieler gar nicht zur Verfügung habe, dann hinkt dieser Vergleich natürlich ganz beträchtlich", betont Falk Schindler, der mit seinem Team nominell und tabellarisch am bisherigen Tiefpunkt angekommen ist. "Dass wir trotzdem nicht auf- und uns ergeben, das versteht sich von selbst. Wir können nur improvisieren. So wie wir es zuletzt bei Inter Leipzig gemacht haben", gibt der Coach die Richtung vor. Der VFC hätte das Spiel genauso gewinnen können wie viele andere Begegnungen in dieser Saison. Doch aktuell haben die Vogtländer eben von 26Partien ganze sechs mit einem Sieg veredelt. Lediglich das Schlusslicht Zorbau (3) hat noch weniger Siege. VFC-Präsident Ulrich Fischer steckt den Kopf trotzdem nicht in den Sand: "Die Tabelle lügt nicht. Wir sind durch Selbstüberschätzung und auch durch ziemlich viel Pech an einem Punkt angekommen, wo man jetzt ganz genau erkennt, wer Charakter hat. Ich glaube fest daran, dass wir den Abstieg verhindern können", so der neue Vereinsvorsitzende. (kare)

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