VFC nur mit viel Mühe in der nächsten Runde

Fußball, Landespokal: Plauen gewinnt 2:1 nach Verlängerung in Dresden

Dresden.

Das war nichts für schwache Nerven. Erst in der Verlängerung zog der VFC Plauen gestern ins Achtelfinale des Sachsenpokals ein. Der 2:1-Sieg (0:0, 1:1, 1:1) hing am seidenen Faden. VFC-Trainer Nico Quade versuchte denn auch gar nicht erst, sich herauszureden. "Wir hatten keinen guten Tag. Es fehlte vorn der Torhunger und wir haben dem Gegner auch immer wieder gefährliche Konter gestattet." Umso größer war bei den 50 mitgereisten Plauener Fans die Freude, als ihr Oberliga-Team zum späten Führungstreffer kam. Alexander Morozow brachte eine der vielen Eingaben. Diesmal fand er einen Abnehmer. Philipp Dartsch (82.) schoss am zweiten Pfosten ein. Die tapfer kämpfenden Landesklasse-Kicker standen wenige Augenblicke danach vor dem Aus. Nach einem Foul an Jonas Mack im Strafraum lief Alexander Morozow an. Doch der Plauener setzte den Elfmeter neben das Dresdner Tor. FV-Keeper Richard Beulke lag bereits in der anderen Ecke. Die Laubegaster krönten ihre Leistung dann mit dem 1:1-Ausgleich in der Schlussminute, als Robert Scannewin mit seinem Tor die Verlängerung erzwang. VFC-Trainer Quade in der Spielanalyse: "Es lief bei uns auch in der Verlängerung nicht rund. Ich bin wirklich froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben." Albijan Kamaraj war es, der die Dresdner Abwehr überflankte und so den Weg freimachte für das 2:1-Siegtor von Philipp Röhr (111.). Wie schwer sich der VFC gestern in der Landeshauptstadt getan hat, ist auch daran ersichtlich, dass die höherklassige Mannschaft mit Patrick Grandner (119. Gelb-Rot) wegen wiederholtem Foulspiel sogar einen Kicker verlor.

Statistik

VFC Plauen: Kallisch, Morozow, Thönelt, Schumann, Kamaraj, Röhr, Dartsch (87. Albustin), Mack (81. Guzlajevs), Schindler, Grandner, Hauck; Tore: 0:1 Dartsch (82.), 1:1 Scannewin (90.), 1:2 Röhr (111.); Gelb-rote Karte: Grandner (VFC 119., wiederholtes Foulspiel); SR: Wehnert (Haselbachtal); Zuschauer: 170.

Neben dem VFC erreichte auch der VfB Auerbach das Pokal-Achtelfinale. Der Regionalligist setzte sich am Samstag 3:1 beim Landesligisten Rapid Chemnitz durch, dessen Ehrentreffer ausgerechnet der Ex-Auerbacher Möckel schoss. Landesligist Reichenbacher FC unterlag dagegen gestern im heimischen Stadion vor der stattlichen Kulisse von 1100 Zuschauern dem Drittligisten FSV Zwickau 1:4. Für Reichenbach traf Paolo Süß, der gestern 20. Geburtstag feiert. Der SV Kottengrün verlor sein Pokalspiel beim Landesklassen-Kontrahenten Lok Zwickau 1:4. (kare)

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