VFC Plauen scheidet unglücklich aus

In der dritten Runde des Fußball-Sachsenpokals hat der Oberligist VFC Plauen am Freitagabend dem höherklassigen FSV Budissa Bautzen einen großen Kampf geliefert. Die Entscheidung für die Gäste fiel erst im Elfmeterschießen.

Plauen.

Trotz guter Leistung und super Stimmung im Stadion haben die Plauener den Einzug ins Achtelfinale des Sachsenpokals verpasst. Im Elfmeterschießen bewies der Regionalligist aus Bautzen die besseren Nerven und siegte am Ende mit 5:3.

Die 703 Zuschauer sahen gestern Abend im Plauener Vogtlandstadion zunächst ein Abtasten beider Teams. Chancen gab es kaum. Eine Freistoßflanke des Bautzeners Schmidt verpasste der aufgerückte Innenverteidiger Dartsch (22. Minute). Dann foulte VFC-Kapitän Schumann im Strafraum Ciapa. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schmidt (27.) sicher zum 0:1, wobei viele Plauener Anhänger mit der Entscheidung des Schiedsrichters haderten.

Die erste Plauener Großchance besaß Fritzlar (37.), der durchbrach, aber im Abschluss strauchelte und das Leder neben das Gästetor setzte. Kurz darauf senkte sich ein Fernschuss von Albustin (41.) auf die Lattenoberkante. Und Morozow (45.) traf per Freistoß den Querbalken mittig. In allen drei Fällen wäre Budissa-Keeper Ebersbach machtlos gewesen.

Trotz der glücklichen Pausenführung erwachte Bautzen nach dem Seitenwechsel nicht. Die Gastgeber wirkten motivierter und kamen zum verdienten Ausgleich durch Fritzlar (52.), der im Nachsetzen einen von Ebersbach nach vorne abgewehrten Ball über die Linie drückte.

Budissa versuchte zu antworten. Aber Merkel (61.) schoss drüber und Dartschs (62.) Abschluss war zu schwach. Die Plauener bekamen immer wieder Szenenapplaus. Fritzlar und Komnos (71.) verpassten die Führung. Und Albert (74.) wurde im letzten Moment gestoppt. Viele im Stadion hofften da vergeblich auf einen Strafstoßpfiff. Danach waren die Hausherren wieder das bestimmende Spiel. Dennoch brauchten sie auch Glück, als Schlicht (80.) aus 28 Metern knapp am Plauener Gehäuse vorbei schoss. Mit dem 1:1 ging es in die Verlängerung.

Kurz nach Wiederanpfiff vergab Bautzens Langr (91.) eine Riesenchance. Gäste-Trainer Torsten Gütschow: "Das Ding muss er machen! Der Plauener Torwart war schon geschlagen." Danach verhinderte Szczepankiewicz (100.) den Rückstand. Plauens Dimitrios Komnos nach seiner Auswechslung: "Wir haben bis hier ein riesiges Spiel gemacht. Jetzt müssen wir uns nur noch belohnen." Kurz vor Schluss hatte Fritzlar die Chance zur Entscheidung, scheiterte aber am Gäste-Keeper.

So kam es zum Elfmeterschießen im Vogtlandstadion. Die Gäste begannen und versenkten ihre ersten drei Elfmeter. Auch die Plauener Albert und Albustin trafen. Den Elfmeter von Plauens Grandner parierte der Ex-VFC-Torhüter Ebersbach, womit Bautzen nun alles in der Hand hatte. Wieder legten die Gäste vor zum 2:4, für den VFC verwandelte Morosow. Zum entscheidenden Elfmeter trat der Ex-Plauener Hoßmang an und brachte mit seinem Treffer die Entscheidung.

Statistik

VFC Plauen: Szcepankiewicz - Morozow, Ranninger, Schumann, Albustin - Wüstenhagen (46. Keller/99. Hübner), Kamaraj, Grandner, Komnos (90. Fatajo) - Fritzlar, Albert/V; Tore: 0:1 Schmidt (27./Foulstrafstoß), 1:1 Fritzlar (52.); Schiedsrichter: Jens Klemm (Gröditz); Zuschauer: 703 (kare)

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