VFC schießt Halle aus dem Stadion

Plauen gewinnt in der Fußball-Oberliga das dritte Spiel in Folge - und das in beeindruckender Manier. Beim 5:0 traf Nyber gleich dreifach.

Plauen.

Drei Spiele, neun Punkte. Der Zwischenspurt des VFC Plauen hat den Vogtländern einen überraschend klaren 5:0-Heimsieg gegen den VfL 96 Halle gebracht. Schon zur Pause war die Begegnung entschieden. VFC-Spielmacher Patrick Grandner: "Dieses Feuerwerk war Balsam für die Seele aller Spieler." Dabei war die Partie zunächst vollkommen ausgeglichen. Was aber diesmal deutlich auffiel: Der VFC lernt in seinem Entwicklungsprozess, dem Gegner den Schneid abzukaufen. "Wir stehen in der Tabelle vor dem VFC, haben uns heute aber wie eine Schülermannschaft von richtigen Männern besiegen lassen." Mit diesen Worten kommentierte Gästetrainer René Behring das, was die Hallenser nach dem ersten Abtasten darboten.

Das VFC-Überfallkomando schwang sich nach zehn Minuten zu einem Sturmlauf auf, dem die Gäste überhaupt nicht gewachsen waren. Gleich die ersten beiden Plauener Großchancen schlugen ein. Botond Bach (9.) und Marian Albustin (17.) trafen zur 2:0-Führung. Dann gingen VfL-Stürmer Adel Aljindo (28. Minute) die Nerven durch und die Hallenser mussten nach dessen Tätlichkeit in Unterzahl weitermachen. Zeitgleich hatte in dieser Spielphase Ondrej Nyber seinen großen Auftritt. Der 22-Jährige vergab zunächst drei große Chancen. "Aber ich habe einfach weitergemacht. Und dann habe ich noch drei Tore gemacht. Ich bin glücklich heute und bedanke mich bei meinen Mitspielern für die Vorlagen", freute sich der Tscheche, der gerade Deutsch lernt.

Nach der 5:0-Führung erlebte das Publikum im Vogtlandstadion zum ersten Mal die VFC-Elf ohne tabellarischen Druck. Co-Trainer Ronny Diersch verteilte Komplimente: "Weil wir im Training so fleißig waren und diszipliniert unser Tor verteidigen, konnten wir heute so begeisternd aufspielen." In einer Szene gegen Spielende besaßen die VfL-Stürmer gleich vier Einschussmöglichkeiten binnen drei Sekunden. "Immer wieder wirft sich ein anderer in die Schussbahn. So habe ich unsere Jungs noch nicht erlebt", staunte VFC-Präsident Thomas Fritzlar. Kapitän Stefan Schumann fügte hinzu, "dass wir noch zwei Tore hätten mehr machen müssen und das Endergebnis auch hätte 7:2 lauten können."

Der VFC Plauen hat jetzt drei ziemlich schwere Spiele vor Augen. Kommende Woche geht es im Sachsenpokal zum FSV Neusalza-Spremberg (13. Oktober, 14 Uhr), der in der Sachsenliga um den Aufstieg mitspielt und jederzeit in der Lage ist, den VFC aus dem Wettbewerb zu werfen. Danach wartet mit dem FC Grimma (19. Oktober, 14 Uhr) ein Oberligaspitzenteam, und dann kommt mit Luckenwalde (26. Oktober, 14 Uhr) der Topfavorit der Südstaffel nach Plauen.

Statistik VFC Plauen: Cap - Walther (70. Limmer), Schröder, Schumann, Albustin - Grandner, Andreopoulos (74. Dartsch) - Guzlajevs, Lucenka, Nyber (77. Albert) - Bach; SR: Leroy Schott (Treffurt); Rote Karte: Adel Aljindo (VfL Halle, 28., Tätlichkeit); Tore: 1:0 Bach (9.), 2:0 Albustin (17.), 3:0, 4:0, 5:0 Nyber (36., 45., 66.); Zus: 309

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