Vogtländer gewinnt den Punkte-Thriller

Toni Wolf hat den Porsche Carrera Cup überraschend auf Platz 6 abgeschlossen. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb er der Serie treu bleiben will.

Hockenheim.

Toni Wolf hat beim Saisonfinale des Porsche Carrera Cups Deutschland auf dem Hockenheimring noch einmal sein Talent unter Beweis gestellt. Der 19-Jährige aus Schönbrunn verpasste zwar den ersehnten Podiumsplatz, war aber trotzdem zufrieden mit den letzten beiden Rennen. Der junge Pilot bestätigte seine gute Leistung aus dem Qualifying vom Sachsenring erneut. In den Qualifyings auf dem 4,5 Kilometer langen Hockenheimring holte Toni Wolf die Startplätz fünf und vier. Im ersten Rennen am Samstagnachmittag wurde er Vierter. Im zweiten Rennen setzte der Vogtländer alles auf eine Karte, um den Podiumsplatz zu erreichen. Das Risiko wurde aber nicht belohnt, und er fuhr als Siebenter ins Ziel.

Grund zur Freude gab es trotzdem. Denn mit 96 Punkten landete der als Elfter der Gesamtwertung angereiste Vogtländer in der Endabrechnung auf Platz 6 in Deutschlands schnellstem Markenpokal. Hinter ihm schlossen auf den Plätzen 7 bis 9 mit Tim Zimmermann (95 Punkte), Igor Walilko (94) zwei Konkurrenten aus dem Porsche Talent Pool und mit Robert Lukas (93) ein erfahrener Pilot die Saison ab. Das Finale und der Kampf um die Platzierungen war also mehr als knapp. Und Toni Wolf ging als Sieger im Punkte-Thriller in der Gesamtwertung hervor.

Dementsprechend positiv fiel seine Saisonbilanz aus. "Das Wochenende in Hockenheim war wieder sehr gut. Wir haben dort weitergemacht, wo wir am Sachsenring aufgehört haben. Es hat zwar wieder nicht geklappt mit einem Podiumsplatz, aber ein vierter und ein siebter Platz, das ist schon nicht schlecht. Mein Ziel habe ich auf alle Fälle erreicht, die Top 10. Wenn man mir vor der Saison gesagt hätte, ich werde mit dem neuen Porsche-Team Car Collection Motorsport Sechster in der Gesamtwertung, hätte ich das erst mal gar nicht so geglaubt."

Die gute Entwicklung während der Saison kam auch für ihn selbst überraschend: "Dass wir zuletzt regelmäßig unter den Top 5 mitfahren und jetzt sogar ums Podium mitkämpfen konnten, war so nicht absehbar. Ich würde mir wünschen, das nächstes Jahr nochmal fortzusetzen. Meine Vorstellung ist, im Porsche Cup zu bleiben. Die Serie gefällt mir sehr gut und macht halt auch viel Spaß."

In der Tat ist seine Leistung vor dem Hintergrund, dass das Team Car Collection Motorsport vor der Saison neu in den Carrera Cup eingestiegen war, noch viel höher zu bewerten. Der Vogtländer hofft nun als einer der besten Fahrer im Porsche Carrera Cup Deutschland Talent Pool auf die Nominierung für die Porsche Junior Sichtung. Am Montag nach dem Finale stand noch der Porsche Carrera Cup Deutschland Experience Day für neue, junge Fahrer auf dem Programm. Toni Wolf war dabei vor Ort, um jungen neuen Fahrern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auch wenn der Vogtländer erst 19 Jahre jung ist, gilt er nun schon als ein erfahrener Porsche Cup-Fahrer.

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