Vogtländer: Start mit klarem Auswärtssieg

Ringen, Regionalliga Mitteldeutschland: Markneukirchen hat am Samstag mit einem 21:9 beim 1. Luckenwalder SC eine Auswärtshürde genommen.

Luckenwalde.

Die Regionalligaringer des AV Germania Markneukirchen sind am ersten Kampftag der Saison mit einem klaren Erfolg aus Brandenburg zurückgekehrt. Beim 1. Luckenwalder SC setzten sich die Obervogtländer 21:9 durch.

Markneukirchen stellte im leichtesten Limit gegen Alexander Röll keinen Gegner. Das Duell im Schwergewicht zwischen Luckenwaldes Phillip Atorf und AVG-Ringer Franz Richter wurde zunächst als Nachholkampf deklariert, da der Vize-Europameister der Junioren aus der Musikstadt zeitgleich beim Internationalen Brandenburg-Cup eine letzte Hürde für die Weltmeisterschaften der Junioren nahm.

Valerij Borgoiakov (61 Kilogramm/Griechisch-Römisch) ließ mit Sven Cammin einen alten Bekannten mit einem technischen Überlegenheitserfolg (16:0) richtig alt aussehen. Cammin stand im Vorjahr noch in Greiz unter Vertrag und hatte sich im Final-Hinkampf beim 19:19 mit Borgoiakov eine Ringschlacht geliefert, die - im freien Stil - mit fragwürdigen Entscheidungen an Cammin ging. Diesmal zeigte Borgoiakov ihm die Grenzen in seiner Lieblingsstilart auf und fegte ihn nach 95 Sekunden von der Matte.

Im Limit bis 97 kg/Freistil hatten die Luckenwalder ihr Eigengewächs Ilja Matuhin vom Erstbundesligisten RV Lübtheen zurück beordert. Matuhin setzte sich gegen Lukasz Dublinowski durch, allerdings ohne eine technische Wertung zu erzielen, damit ging nur ein Mannschaftspunkt auf das Konto der Gastgeber. Eine gewisse Vorentscheidung gelang durch Roman Walter (66 kg/Freistil), Serjan Simonyan (86 kg/Griechisch-Römisch) und Lucas Bast (71 kg/Griechisch- Römisch). Walter setzte sich gegen den jungen, hoch aufgeschossenen Friedrich Schröder 10:1 durch und holt drei Mannschaftspunkte, Simonyan packte mit einem schnellen Schultersieg nach nur 1:37 Minuten über Johannes Schmiege vier Zähler dazu. Lucas Bast setzte sich gegen Felix Menzel durch, wobei der Routinier aus Luckenwalde eigentlich im Freistil zu Hause ist. Bast bezwang ihn mit 8:2 Zählern. Der AVG zog mit diesen Siegen bis zum Zwischenstand von 13:5 auf und davon. Julian Gebhard (80 kg/Freistil) unterlag dem Deutschen A-Jugendmeister Joshua Morodion mit 2:6 Punkten. Der erfahrene Michel Schneider (75 kg/Freistil) wies Markneukirchens Denny Latzke mit 8:2 in die Schranken, wobei das Markneukirchner zunächst in Führung ging und trotz der Niederlage einen starken Kampf absolvierte.

Im letzten Kampf des Tages machte Tim Bitterling (75 kg/Griechisch-Römisch) alles klar. Er ließ den Ex-Markneukirchner Sebastian Nehls keine Chance und erkämpfte mit sehenswerten Techniken im Stand- und Bodenkampf nach 4:21 Minuten durch ein 16:0 die 15-Punkte-Differenz, die bei Mannschaftskämpfen zum Abbruch durch technische Überlegenheit führt. Da Luckenwalde auch mit einem sehr unwahrscheinlichen Schultersieg von Phillip Atorf über Franz Richter den Gesamtsieg nicht mehr aus der Feuer gerissen hätte, verzichtete das Team auf den Nachholkampf und gaben die vier Punkte freiwillig ab.

Markneukirchen, eigentlich als Freistilhochburg bekannt, gewann alle Griechisch-Römisch-Duelle. Roman Walter verteidigte die Ehre der Freistilringer mit einem souveränen Punktsieg. "Ich bin rundherum zufrieden. Wir sind gut in den Kampf gekommen, und das 21:9 ist ja auch ein sicheres Ergebnis", freute sich Germania-Trainer André Backhaus. Luckenwaldes Trainer Jesko Schröder, der auch schon für Markneukirchen die Ringerstiefel schnürte, meinte: "Insgesamt war das trotz der Niederlage ein spannender Ringerabend für die Zuschauer und Fans, der hoffen lässt, das unsere Ringer auf einem guten Weg sind und durchaus bei den nächsten Gegnern mithalten werden."


Franz Richter holt Silber

Franz Richter vom AV Germania Markneukirchen hat am Samstag in Frankfurt/Oder eine Silbermedaille erkämpft. Beim 17. Internationalen Brandenburg-Cup der Junioren im griechisch-römischen Stil unterlag der 20-Jährige in der 130-Kilogramm- Klasse im Finale dem Rumänen Lenard Istvan Berei nach Punkten. Zuvor hatte Richter Ilya Yudchys (Weißrussland) und den Tschechen Marcel Albini jeweils aufgrund technischer Überlegenheit bezwungen. (fp)

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