Vogtländerin feiert ihren ersten Landesmeistertitel

Dreimal Gold gab es für die Starter asus Reichenbach und Treuen bei den sächsischen Hallentitelkämpfen in Chemnitz. Ein 17-Jähriger hielt das Männerfeld locker im Schach.

Reichenbach/Treuen.

Julian Gering vom LAV Reichenbach ist am Sonnabend in Chemnitz Hallenlandesmeister über 1500 Meter geworden. Das schaffte der 17-Jährige in der Männerklasse, denn nur dort fand er auch die nötige Konkurrenz, um eine schnelle Zeit zu laufen. Mit 4:00,16 Minuten stellte der Deutsche U-18-Meister auf dieser Strecke sogar eine persönliche Bestleistung auf und hatte keine Mühe, das Feld in Schach zu halten.

Jenny Günther tat es ihm am Sonntag über 800 Meter gleich und holte ihren ersten Landesmeistertitel. Die Leichtathletin aus der Trainingsgruppe von Uwe Schröter bewies in einem taktisch geführten und von vielen Rangeleien geprägten Lauf der Altersklasse W 14 Nervenstärke und wehrte 75 Meter vor dem Ziel noch einen Angriffsversuch der Grimmaerin Lilly Steingaß erfolgreich ab. Nach den vier Hallenrunden in der Chemnitzer Leichtathletik-Arena blieben für Jenny die Uhren bei 2:31,99 Minuten stehen. Am Wochenende wird sie die Mitteldeutschen Meisterschaften in Halle bestreiten.

Freud und Leid lagen bei Lukas Tomas Bickovs eng beieinander. Zunächst qualifizierte er sich im Hürdensprint über 60 Meter klar fürs Finale und gewann dort in neuer Bestzeit von 9,18 Sekunden die Bronzemedaille in der Altersklasse M 14. Die angestrebte Medaille im Flachsprint blieb ihm aber verwehrt. Mit der schnellsten aller Vorlaufzeiten von 7,81 Sekunden ging er aussichtsreich in den Endlauf. Zehn Meter vor dem Ziel stürzte der Vogtländer jedoch mit einer schweren Muskelverletzung, sodass er jetzt für längere Zeit ausfallen wird.

Im Sprint der Altersklasse W 15 verbesserte sich Vanessa Braunstein gegenüber dem Hallenmeeting vor zwei Wochen weiter. Über die Hürden schaffte sie den B-Endlauf und drückte dort als Drittplatzierte ihre Bestmarke auf 9,82 Sekunden. Ohne die Hindernisse sprintete sie zum Hausrekord von 8,57 Sekunden und verpasste damit das Finale knapp. Lilly Köhler (W 14) belegte im Kugelstoßen mit 8,82 Metern Platz 7 und qualifizierte sich auch mit dem Diskus für den Endkampf, in dem 21,29 Meter zu Platz 8 reichten. Im Sprint-Vorlauf über 60 Meter lief sie 8,71 Sekunden. Leo Reißmann sprintete in der männlichen Jugend U 18 zu 7,89 Sekunden über 60 Meter und 25,67 Sekunden über 200 Meter.

Vier Medaillen brachten die acht Sportler des Treuener LV mit nach Hause, die sich für Hallenlandesmeisterschaften qualifiziert hatten. Gold gab es dabei für Heike Lange, die das Speerwerfen der Altersklasse W 55 mit 27,29 Metern gewann. Auch nach dem Diskuswerfen stand die Treuenerin auf dem Siegertreppchen. 20,70 Meter brachten ihr Silber. Eine mögliche dritte Medaille verpasste sie als Vierte im Kugelstoßen mit 8,47 Metern.

Silbermedaillen brachten auch Matteo Löscher und Lou Stöß mit nach Hause. Löscher wurde Zweiter im Weitsprung der Altersklasse 15 mit 5,75 Metern, Stöß im Dreisprung derselben Altersklasse mit 10,24 Metern. Emilia Wetzel holte mit 5,48 Metern Bronze im Weitsprung der weiblichen Jugend U 20. Die Chemnitzer Arena beflügelte mehrere Treuener Leichtathleten zudem zu persönlichen Bestleistungen. Über die freuten sich Pascal Gemkow im 800-Meter-Lauf der Männer mit 1:58,71 Minuten, Emilia Wetzel im 60-Meter-Hürden-Lauf der weiblichen Jugend U 18 mit 9,22 Sekunden, Vanessa Steeg im Dreisprung der weiblichen Jugend U 18 mit 10,84 Metern sowie Matteo Löscher über 60 Meter der M 15 in 7,88 Sekunden. (usö/fuw)


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