Vogtland-Trio nimmt Kampf um Klassenerhalt wieder auf

In der Fußball-Landesklasse West geht am Wochenende die Winterpause zu Ende. Die vogtländischen Vertreter stehen derzeit in der unteren Tabellenhälfte. Das könnte mit Blick auf die Landesliga für alle drei ungemütlich werden.

Oelsnitz/Reichenbach/Treuen.

Am Sonntag geht es für die drei Landesklasse-Teams aus dem Vogtland im Rennen um Meisterschaftspunkte weiter. Sowohl der SV Merkur Oelsnitz als auch der Reichenbacher FC und der FSV Treuen müssen ihre Blicke zunächst nach unten richten. Als Zehnter (Reichenbach), Elfter (Treuen) und 13. (Oelsnitz) stehen alle drei in der unteren Tabellenhälfte. Dort könnte es ungemütlich werden, denn die Frage, wieviele Mannschaften in den sauren Apfel des Abstieges beißen müssen, wird die Klasse bis zum letzten Spieltag beschäftigen. Verantwortlich dafür ist die Lage in der Landesliga. Mit Empor Glauchau steht dort ein Verein auf dem letzten Platz, der in die Landesklasse West absteigen würde. Akut gefährdet sind auch Rapid Chemnitz und der SV Olbernhau, für die das ebenfalls zuträfe. Wäre jetzt Schluss, müsste ein Quartett aus der Landesklasse runter, Oelsnitz würde es mit erwischen. Treuen hat nur zwei Punkte mehr als Merkur. Besser stellt sich die Lage beim RFC mit sieben Punkten Vorsprung auf die derzeitigen Abstiegsplätze dar. Doch für Entwarnung ist es auch am Wasserturm noch zu früh.

SV Merkur Oelsnitz. Die Oelsnitzer starten am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Blau-Weiß Chemnitz in die Rückrunde und gehen trotz nicht optimaler Vorbereitung - zwei von vier Testspiele fielen aus - als Favorit in die Partie. Nur zwölf Punkte nach 15 Spielen und Platz 13 in der Tabelle sind alles andere als zufriedenstellend und die schlechteste Bilanz seit vielen Jahren. Aufsteiger Chemnitz hat sich mit zwei hohen Niederlagen (1:9 und 0:11) in die Winterpause verabschiedet und sich als Schlusslicht mit nur vier Punkten anscheinend mit dem Abstieg abgefunden. Schon allein deshalb ist ein Sieg Pflicht. Der Gastgeber hat als Ziel den Klassenerhalt ausgerufen und sich mit Maximilian Christl in der Offensive verstärkt. Der 19-Jährige kommt mit der Empfehlung zahlreicher Bundesligaspiele in der B-Jugend für Greuther Fürth und in der A-Jugend für den Chemnitzer FC und hat im Herbst neun Oberligapartien für Wismut Gera bestritten.

Reichenbacher FC. Geht der Höhenflug des RFC am Sonntag beim Tabellenfünften Motor Marienberg weiter? Immerhin beendete Reichenbach die Herbstrunde mit drei Siegen, ist vier Runden in Folge ungeschlagen. In Marienberg konnte er bisher immer punkten, zuletzt am 24. August 2014 beim 2:1. Doch Motor will sich im Spitzenfeld behaupten und peilt einen Treppchenrang an. Der RFC will es zu Beginn des zweiten Saisonabschnittes unbedingt besser als zum Saisonstart warten. Damals stand aus den ersten vier Runden nur ein Zähler zu Buche. "Das 1:2 gegen Motor brachte uns gleich aus der Bahn. Wir haben lange gebraucht, um uns zu finden. Später lief es von Spiel zu Spiel besser, stellten sich auch die Erfolge ein. Der Kontakt zum Mittelfeld ist hergestellt. Klar, dass wir noch einige Plätze nach oben klettern wollen. Unsere Serie soll in Marienberg ausgebaut und ein Pünktchen mit nach Hause genommen werden", sagt Trainer Steve Gorschinek. Personell scheinen die Voraussetzungen besser als zum Saisonstart zu sein. Im Mittelfeld stehen mit Axel Kühn und Mirko Particke zwei frühere Leistungsträger wieder zur Verfügung. Im Marienberger Stadion wird sich die RFC-Abwehr auf Kunstrasen auf einiges gefasst machen müssen. Motor hat als einziges Team neben Herbstmeister Rabenstein in jeder Partie mindestens einmal getroffen. Wegen seiner Semesterferien fällt zum Rückrundenauftakt Angreifer Paolo Süß aus. Franz Reiher ist am Knöchel verletzt.

FSV Treuen. Treuen kommt als Außenseiter am Sonntag zum Tabellendritten ESV Lok Zwickau. Der FSV lehrte seine Gegner auswärts kaum das Fürchten: vier Punkte sind die Ausbeute aus sieben Spielen. Lok holte dagegen aus seinen letzten sieben Begegnungen 16 Zähler. Zu Hause hat der ESV aber bereits drei Niederlagen einstecken müssen. Im Hinspiel (2:3) schrammte die Elf von FSV-Trainer Jens Degenkolb knapp an einen Punkt vorbei. Um nicht noch tiefer in die Gefahrenzone zu rutschen, braucht Treuen unbedingt Punkte. Die Vorbereitungsphase mit dem Höhepunkt eines Trainingslagers in Prag stimmt die Verantwortlichen optimistisch. "Meine Jungs haben in den letzten Wochen richtig rangeklotzt und gehen gut gerüstet den zweiten Teil an. Der Klassenerhalt hat oberste Priorität. Ich hoffe, dass wir von den dafür benötigten Punkten einen am Sonntag verbuchen können. Im Hinspiel waren wir in einigen Situationen zu grün, liefen ins offene Messer. Mittlerweile sind wir aber in der Landesklasse angekommen. Dort wollen wir mit aller Macht auch bleiben. Die Truppe ist richtig heiß auf den Rückrundenstart", sagt Degenkolb. Wegen eines Bänderrisses fällt Mittelfeldspieler Martin Weiß aus. (omh/stwi)

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