Vom Verband fließt das Geld künftig spärlicher

Die Eisschnellläufer des TSV Vorwärts Mylau blicken zufrieden auf die jüngste Saison zurück. Jetzt stehen einige Veränderungen ins Haus.

Mylau.

Bei der Saisonauswertung vor wenigen Tagen in den Vereinsräumen konnte Birgit Heidemüller, die Abteilungsleiterin Eisschnelllauf des TSV Vorwärts Mylau, einige Erfolge aufzählen: "Als kleines Mylau haben wir mit Manuel Zähringer in der Altersklasse 14 einen Deutschen Meister gestellt. Bronze gab es in der AK 13 für Benjamin Derksen." Ebenfalls unter die Top Ten haben es Michael Roth (4. Platz) und Jacob Seifert (5.) geschafft. Manuel Zähringer hat zudem Platz 7 im Mehrkampf beim Viking-Race, der inoffiziellen Schüler-Europameisterschaft, belegt. Diese vier Sportler sind es auch, die 2017 ins Team Vogtland berufen werden.

Einen wichtigen Teil zum Erfolg tragen die Eltern bei, wofür ihnen beim Treffen Dank gesagt wurde. Zudem wurde die Gelegenheit genutzt, nach absolvierter Prüfung das Deutsche Sportabzeichen zu verleihen. Jetzt steht das Sommertraining an, das im Oktober mit einem Trainingslager in Inzell endet.

Die Abteilung Eisschnelllauf zählt 35 Kinder und Jugendliche sowie drei Erwachsene. Für die AK 10 und Jüngere läuft das Eistraining in Greiz, die älteren Sportler trainieren in Chemnitz. Mylau ist der einzige Eisschnelllaufverein in Deutschland ohne eigene Eisbahn. Dafür hat er eine Top-Rollerbahn. Dort soll ein zweiter Container überdacht werden, um Unterstellmöglichkeiten zu schaffen. Eingeweiht wurde die Bahn im Juni 2007. Derzeit beraten die Mylauer, wie sie das Zehnjährige begehen.

Bei der Nachwuchsgewinnung drückt etwas der Schuh in den Altersklassen 7, 8 und 9. In Mylau arbeitet man leistungsorientiert - zum einen, um Sportler zu fördern, zum anderen, um bei der Vergabe von Fördergeldern Berücksichtigung zu finden. Es gibt aber auch Kinder, die den Sport rein aus Spaß an der Freude betreiben. "Es kann und muss nicht jeder Leistungssportler werden", so Heidemüller.

Was der Abteilungsleiterin einige Kopfschmerzen bereitet, ist die Situation bei der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG): "Dort wird alles umgeschmissen. Wir wissen nicht, was aus den Kadern wird. Es werden Normen angesetzt, die deutschlandweit vielleicht zwei Sportler schaffen in einer Altersklasse." In den C-Kader seien aus ganz Deutschland gerade einmal vier Sportler berufen worden. Heidemüller stellt sich die Frage: Was soll da oben ankommen?

Veränderungen gibt es schon bei den Jüngsten. Heidemüller: "Die Altersklassen 8 und 9 waren immer E-Kader. Doch diese finanzielle Förderung fällt jetzt weg." Die Eisschnellläufer hoffen bis zum Sommer auf eine klare Aussage der DESG, wie künftig verfahren wird.

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