VSV Eintracht feiert das dritte Jahr in Folge

Die Reichenbacher Volleyballer spielen nächste Saison in der Sachsenliga. Sie profitieren dabei auch vom Rückzug eines vogtländischen Konkurrenten.

Plauen.

Nachdem die Saison der Volleyballer auf Landesebene aufgrund der Coronakrise vorfristig beendet werden musste, steht nun die Staffeleinteilung für die Saison 2020/21 fest. Und die sorgte für große Freude bei den Männern des VSV Eintracht Reichenbach: Sie dürfen zum dritten Mal in Folge einen Aufstieg feiern. Nach dem Durchmarsch durch die Bezirksliga verabschiedete sich das Team von Trainer Mario Walden nun auch nach nur einem Jahr in der Landesklasse nach oben. Der hatte das Team vergangenes Jahr übernommen und schon damals selbstbewusst versichert, dass er in der Truppe Potenzial für mehr sieht. "Ich bin überzeugt, dass perspektivisch für uns sogar die Regionalliga drin ist", sagt Walden der "Freien Presse". Die Vorbereitungen auf die neuen Herausforderungen laufen bei den Reichenbachern längst. "Personell bleibt die Mannschaft weitgehend zusammen, Gespräche über mögliche Verstärkungen laufen. Auch die finanzielle Basis für die Sachsenliga haben wir mit unseren Sponsoren abgeklopft", so der Trainer.

Bei der Aufstiegsentscheidung profitiert der VSV Eintracht auch vom Rückzug des VSV Oelsnitz II, der bei Saisonabbruch vor Reichenbach auf dem zweiten Tabellenplatz stand, aus der Landesklasse. Die Oelsnitzer reagierten damit auf Veränderungen für deren erste Mannschaft in der Regionalliga. Die durch den Rückzug des Erfurter VC auf neun Teams geschrumpfte Staffel Ost wird auf zwölf Mannschaften aufgestockt. "Der Verband hat den Teams, die bei Abbruch noch Aufstiegschancen hatten, die Möglichkeit eingeräumt, eine Klasse höher zu spielen, sofern die das wollten", erklärt Alexander Krug, Trainer und Sportlicher Leiter des VSV Oelsnitz. Vier Mannschaften nehmen dies wahr. Neu hinzu kommen mit Zschopau II und Krostitz die beiden Erstplatzierten der Sachsenliga sowie aus Thüringen Gotha II und Nordhausen. Absteigen muss lediglich Markkleeberg. Da keines der vorn liegenden Teams in die 3. Liga aufsteigen wollte und auch keines von da kommt, umfasst die Liga nun zwölf Mannschaften.

Die größere Zahl an Spielen hat Auswirkungen auf die zuletzt in der Landesklasse aktive zweite Männermannschaft des VSV. Mit Ben Becher und Jonas Krug gehen die Eckpfeiler des Teams fortan nur noch in der Regionalligavertretung ans Netz. Alexander Krug: "Da viele junge, unerfahrene Spieler nachrücken, haben wir nicht nur auf den möglichen Aufstieg in die Sachsenliga verzichtet, sondern wir ziehen die Mannschaft sogar in die Bezirksliga zurück. Der Sprung wäre für die Jungs einfach zu groß gewesen."

Die neue Spielzeit für das Oelsnitzer Regionalligateam soll im Herbst beginnen. "Ich denke, ein Saisonstart Ende September ist realistisch, vorher müssen wir ja auch noch ein bisschen trainieren", schätzt Krug die Lage ein.

In der Männer-Bezirksliga gibt es somit nächste Saison deutlich mehr Vogtlandderbys. Oelsnitz II trifft dort künftig auf die WSG Oberreichenbach und den VSV Fortuna Göltzschtal. Die WSG stand zum unfreiwilligen Saisonende als Vorletzter zwar auf einem Abstiegsplatz, darf aber in die Liga bleiben. In den fünf nicht mehr ausgetragenen Spielen wäre der Klassenerhalt bei den geringen Punktabständen in der Liga noch drin gewesen. Drittes Vogtlandteam im Bunde ist in der Bezirksliga künftig der VSV Fortuna Göltzschtal, der hinter dem angestrebten Aufstieg einen Haken machen kann.

"Die Männer haben eine Supersaison gespielt und den Aufstieg endlich geschafft", freut sich VSV-Präsidentin Edwina Hellwich. Die Auerbacher Volleyballer hatten ihre Bezirksklasse-Staffel klar dominiert und sich auch in der Playoff-Runde an die Spitze gesetzt. "Die Mannschaft ist so souverän aufgetreten, die hätte auch die restlichen Playoffspiele für sich entschieden", zeigt sich Edwina Hellwich überzeugt.

Der Männer-Aufstieg ist in diesen Tagen nicht die einzige freudige Nachricht für die VSV-Präsidentin. Obwohl die Auerbacher Frauen bei Saisonabbruch Letzte der Bezirksklasse West waren, dürfen sie in der Staffel, in der auch der FSV Reichenbach II spielt, bleiben. "Da für uns bei Siegen in der restlichen Saisonspielen der Klassenerhalt drin war, hat man uns dieses Recht eingeräumt", so Hellwich.

Der Aufstieg des VfB Schöneck als souveräner Staffelsieger stand schon vor Saisonabbruch fest. Der trifft in der kommenden Saison in der Bezirksliga wieder auf den alten Rivalen aus Oelsnitz. Und auch in der Sachsenliga der Frauen gibt es künftig wieder Vogtlandderbys: zwischen dem SV 04 Oberlosa, Dritter der jetzt beendeten Saison, und Regionalliga-Absteiger FSV Reichenbach.

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