VSV Oelsnitz: Entwicklung des Nachwuchses ist das große Ziel

Volleyball: Die Regionalligamannschaft überwintert auf Platz 2 und hat noch Chancen auf den Titel

Die Viertliga-Volleyballer des VSV Oelsnitz befinden sich gerade in der Weihnachtspause. Zeit für einen Blick zurück und ins Umfeld, an dem sich Thomas Gräf für "Freie Presse" mit Alexander Krug versuchte. Der 44-jährige Leiter eines Planungsbüros ist Trainer des Teams und zugleich Sportlicher Leiter des Vereins.

"Freie Presse": Gut die Hälfte der Saison in der Regionalliga ist vorbei, der VSV Oelsnitz ist Zweiter. Zufrieden mit der Ausbeute?

Alexander Krug: Die Bilanz mit acht Siegen und zwei verlorenen Spielen in den bisherigen zehn Partien sieht doch sehr gut aus. Unsere beiden knappen 2:3-Niederlagen gegen TU und VC Dresden II waren unglücklich, wobei wir speziell letztere hätten vermeiden können, ja sogar müssen. Trotzdem sind wir mit der Hinrunde sehr zufrieden.

Das dürfte auch für das Publikum zutreffen. Welche Rolle spielen die Zuschauer Ihrer Ansicht nach?

Eine wirklich große. Wir werden für unser Heimpublikum von vielen anderen Vereinen beneidet. Vor dieser Kulisse zu spielen, macht uns einen riesigen Spaß, und ich hoffe, den Leuten bringt es genauso viel Freude, uns zuzusehen. Auf diese Unterstützung hoffen wir auch in der Rückrunde, die ja schon am Samstag startet.

Wenn ihr Team dann seine Serie von aktuell sieben Siegen hintereinander fortsetzt, ist selbst die Meisterschaft nicht unmöglich. Steht der Wiederaufstieg in die 3. Liga als Ziel?

Sicher ist die Meisterschaft eines unserer Ziele, aber nicht hauptsächlich. Wichtiger ist es, Jugendspieler wie Ben Becher, Niclas Meinhold und Jonas Krug an das Niveau im Männerbereich heranzuführen und sie nach und nach ins Team einzubauen. Die Entwicklung des Nachwuchses ist allgemein das große Ziel unseres Vereins. Sollte es für die Männer tatsächlich zur Meisterschaft reichen, werden wir dann sehen, ob wir das Abenteuer 3. Liga noch einmal in Angriff nehmen.

Im Hinblick auf den Nachwuchs wird ja beim VSV Oelsnitz hervorragende Arbeit geleistet...

Ja, da kann ich den zahlreichen Übungsleitern unserer Talentschmiede nur ein ganz dickes Lob aussprechen. Wir haben eine zweistellige Zahl an Nachwuchsteams im Wettkampfbetrieb stehen, wobei der Sport ja auch zur Erziehung beiträgt. Die Kinder lernen dabei, mit anderen zusammenzuspielen und wie es ist, aufeinander angewiesen zu sein. Und auch die Disziplin kommt nicht zu kurz.

Neben den Regionalligamännern hat der VSV einige weitere Erwachsenenmannschaften am Start. Wie sieht es da sportlich aus?

Bei unserer zweiten Männermannschaft läuft es recht gut. In der Landesklasse hat sich die Truppe derzeit den vierten Platz gesichert und im Sachsenpokalwettbewerb die zweite Runde erreicht. In nicht ganz so ruhigem Fahrwasser sind bisher die Frauen unterwegs, die als Drittletzter der Bezirksliga ein paar unglückliche Niederlagen hinnehmen mussten. Trotz allem bewahren wir da im Verein die Ruhe.

Wie sieht es denn im Umfeld des vogtländischen Volleyball-Aushängeschildes aus?

Auch wenn der Volleyball vielleicht nicht so im Rampenlicht steht wie einige andere Sportarten, so haben wir doch einen treuen Stamm an Sponsoren gewinnen können, die uns vorbildlich unterstützen. Denen gilt unser Dank, denn ohne sie ginge das alles nicht. Und natürlich versuchen wir, dieses Engagement mit guten sportlichen Leistungen zurückzuzahlen. Was wir uns sonst noch wünschen, wäre eine Räumlichkeit an oder in der Halle, in der wir mit unseren Fans und Gönnern auch mal nach dem Spiel mal zusammensitzen können.

In den vergangenen Jahren hat sich der Volleyball aber dennoch einen festen Platz im Oelsnitzer Sportgeschehen erkämpft.

Ja, das sieht man ja auch an der Resonanz auf unser alljährliches Abspeckturnier. Diesmal waren 18 Mannschaften dabei, wir konnten über 100 Sportler, vom Viertligaspieler bis zum Hobbyvolleyballer, in der Halle begrüßen. So eine Begeisterung für unseren Sport macht uns sehr stolz.

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