Weischlitz greift jetzt oben an

Die Fußball-Vogtlandklasse geht am Wochenende in die Winterpause. Für die Obervogtländer läuft es derzeit richtig gut.

Oelsnitz/Klingenthal.

Am Ende der Hinrunde in der Fußball-Vogtlandklasse ist das Feld dreigeteilt: Das Quartett Erlbach, Jößnitz, Adorf und Weischlitz kämpft um den Aufstieg, das Quartett Reichenbacher FC II, Coschütz, Reumtengrün und Heinsdorfergrund gegen den drohenden Abstieg. Der Rest tummelt sich im sicheren Mittelfeld. Die vier Vereine am Tabellenende haben zusammen gerade einmal 31 Zähler eingefahren. Der bisherige Negativwert aus der Saison 2016/17 steht bei 41. In den bisherigen sieben Jahren der Vogtlandklasse standen nach Abschluss der Hinrunde insgesamt nur sieben Teams mit weniger als zehn Punkten da. In diesem Jahr sind es gleich vier.

SV Coschütz - BC Erlbach. Der BC kommt als frischgebackener Halbserienmeister zum abstiegsbedrohten SV. Auswärts hat Erlbach noch keinen einzigen Zähler abgegeben. Die Heimpleite vor 14 Tagen gegen Grünbach-Falkenstein (1:2) und den Verlust der Tabellenführung bügelte der BC postwendend aus. Erlbach ließ im Hinspiel beim 8:0 keine Gnade walten. Vielleicht ist es ein kleiner Vorteil für die Coschützer, dass sie in diesem ungleichen Duell wirklich nichts zu verlieren haben und befreit aufspielen können.

FSV Bau Weischlitz - SV Merkur Oelsnitz II. Zwei Vorwochengewinner unter sich: Weischlitz stürzte beim 2:0 gegen Jößnitz den Spitzenreiter und mischt angesichts von nur fünf Punkten Rückstand auf Platz 1 jetzt selbst ganz oben mit. Der FSV Bau zählt damit zu den positiven Überraschungen des Herbstes. Vor allem daheim ist er schwer zu knacken, feierte dort zuletzt fünf Siege. Punktemäßig stand der FSV nach der Hinrunde noch nie besser da. Merkur hat sich nach einer Durststrecke zurückgemeldet, fuhr mit dem 3:2 in Reumtengrün den zweite Auswärtssieg ein. Dennoch dürfte es schwer werden, den Hinspielsieg (2:1) zu wiederholen.

VFC Adorf - SV Concordia Plauen. Der VFC ist seit sechs Runden ungeschlagen. Concordia stieß mit vier Dreiern aus fünf Spielen ins Mittelfeld vor. Die Adorfer haben sich in der ersten Halbserie in der Spitzengruppe etabliert und können ihr Saisonziel einstelliger Tabellenplatz nach oben korrigieren. Ihr toller Lauf begann im Hinspiel, als der VFC mit einem überraschend hohen 5:2-Sieg nach Hause fuhr. Auch die beiden Vorjahresduelle gingen an ihn (2:0, 3:2).

Reichenbacher FC II - SpVgg Heinsdorfergrund. Der Letzte empfängt den Elften zum Kellerduell. Der letzte Dreier des RFC liegt neun, der der Heinsdorfer sogar zehn Runden zurück. Beim RFC klemmt es vor allem in der Offensive. In sechs Spielen glückte kein einziger Treffer, jüngst zweimal in Folge. Der Druck im Krisengipfel liegt klar beim Gastgeber, der zum Siegen verdammt ist. Dagegen könnte die Spielvereinigung mit einer Punkteteilung leben. Im Hinspiel hatte Aufsteiger Heinsdorfergrund knapp 3:2 die Nase vorn. An das bisher letzte Gastspiel am Wasserturm hat er aber keine gute Erinnerungen. Am 8. April 2017 kassierten er dort eine 0:5-Packung.

SG Kürbitz - SpVgg Grünbach-Falkenstein. Heimfluch contra Auswärtsstärke: Die Kürbitzer Resultate sorgten nicht nur bei den eigenen Anhängern für Kopfschütteln. Daheim kassierte der Vogtlandklasse-Debütant zuletzt drei Pleiten in Folge, um in den jüngsten vier Auswärtsspielen acht Punkte einzufahren. Im Aufwind befindet sich der Gast, der seit fünf Spielen unbesiegt ist und auf des Gegners Platz erst einmal verlor. Dabei kassierte er auswärts nie mehr als einen Treffer.

SG Stahlbau Plauen - SG Jößnitz. Stahlbau blieb zwar in sechs der jüngsten sieben Spiele ungeschlagen, konnte aber schon zweimal in Folge zu Hause nicht gewinnen. Die Freude der Jößnitzer über die Übernahme der Tabellenführung währte nur eine Woche. Nun geht es darum, Rang 2 vor dem mit nur einen Zähler weniger dastehenden VFC Adorf mit in die Winterpause zu nehmen. Nach dem Gesetz der Serie sind die Jößnitzer wieder mit einem Sieg dran. In schöner Regelmäßigkeit verbuchten sie in jedem zweiten Auswärtsspiel die volle Punktzahl. Zuletzt gingen sie in Weischlitz leer aus. Vor einem Jahr rangierte Jößnitz mit 13 Zählern auf den vorletzten Rang. Jetzt sind es 16 mehr. Im Hinspiel blieb Stahlbau beim 2:5 ohne Chance.

VfL Reumtengrün - SpVgg Neumark. Reumtengrün hat in der Vorwoche beim 2:3 zu Hause gegen Oelsnitz erstmals mehr als einen Treffer erzielt. Doch verloren hat der VfL jetzt schon wieder dreimal in Folge. Er wartet zudem auf eigenem Platz als einziger weiter auf einen Sieg. Mit den Neumarkern kommt jetzt ein Angstgegner. Von neun Vergleichen in der Vogtlandklasse konnte Reumtengrün nur einen gewinnen. Das war am 25. September 2016 beim 4:2. Zum Saisonauftakt am 25.August kassierte der VfL eine 0:4-Packung. Auswärts ist Neumark wie Adorf und Erlbach noch unbesiegt.

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