Wenig Bewegung in Landesklasse-Teams

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Die Fußballer aus Reichenbach, Mühltroff, Oelsnitz und Treuen scharren mit den Hufen. Der sächsische Verband ist froh, wenn er wenigstens die Hinrunde abschließt.

Plauen.

In den sächsischen Fußball-Landesklassen rollt der Ball schon seit zweieinhalb Monaten nicht mehr. Am 1. November ging der bisher letzte Spieltag über die Bühne. Zwischen fünf und sieben Partien konnten die 16 Mannschaften absolvieren, bevor die staatlich verordnete Corona-Zwangspause den Spielbetrieb lahmlegte. Zumindest 15 Spieltage sollen es bis zum Sommer werden. Das hoffen die Spielplaner des Sächsischen Fußball-Verbandes, denn mit einer komplett absolvierten Halbserie hätte zumindest jeder einmal gegen jeden gespielt, und die 120 Begegnungen könnten als Meisterschaft gewertet werden.

Wann die restlichen Spieltage bis zur angestrebte Mindestvoraussetzung für eine Ermittlung von Meistern, Aufsteigern und Absteigern starten kann, liegt an der Politik. Die zeigte sich bisher gegenüber den Aufrufen zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs des Präsidenten des Sächsischen und Nordostdeutschen Fußball-Verbandes sowie neuem DFB-Vizechef Herrmann Winkler sowie dessen Mitstreitern unerbittlich.

Bei den vier Teams aus dem Vogtland, die in der laufenden Saison in der Landesklassestaffel West eingeordnet sind, hat es in der aktuellen Pause kaum personelle Veränderungen gegeben. Staffel-Spitzenreiter ist der Reichenbacher FC, der als einziges Team noch nicht verloren hat. Fünf Siege und zwei Unentschieden sorgen für die Tabellenführung. "Damit war wirklich nicht zu rechnen", sagt RFC-Trainer Carlo Kästner. "Aber unsere Strategie mit dem Einbau junger Leute scheint sich auszuzahlen. Natürlich sind wir mit dem bisherigen Abschneiden hochzufrieden. Bei diesem guten Lauf ist die Unterbrechung natürlich besonders ärgerlich. Wir hoffen wie alle anderen Teams, dass wenigstens eine Halbserie gespielt werden kann." Nicht mehr das RFC-Trikot trägt dann Abwehrspieler Manuel Albert, der sich abgemeldet hat.

Einen vorher nie zu erwartenden dritten Platz nimmt derzeit der VfB Mühltroff ein. Für den VfB, der in der Coronapause weder Zu- noch Abgänge verzeichnet, wäre es wohl eine tolle Saison geworden. Der sportliche Aufschwung plus der zum schmucken Stadion gewordene Sportplatz sorgten für eine Euphorie, die allerdings von Corona gebremst wurde. "Immerhin konnten wir als eine Art Testlauf vier Spiele im neuen Stadion durchziehen", sagt Vizepräsident Manfred Graewe. "Und es hat alles wunderbar geklappt. Die Leute waren neugierig, insgesamt kamen über 300 Zuschauer." Nun scharre man mit den Hufen und warte auf eine Entscheidung der Politik. "Und die muss bald fallen, denn aus dem Einzeltraining heraus gleich wieder spielen, das wird doch nichts. Da muss man den Vereinen erst einmal ein paar Wochen Zeit für die Vorbereitung geben."

Der SV Merkur Oelsnitz, mit nur einer Niederlage derzeit Vierter, vermeldet ebenfalls keine größeren personellen Veränderungen. Die beiden im Sommer verpflichteten Leihgaben vom VFC Plauen halfen nicht viel. Den Stürmer Fabian Stein wollten die personell klammen Plauener gleich zu Saisonbeginn zurück, Torhüter Toni Lohse muss sich hinter Merkurs Stammkeeper Daniel Thoß anstellen und dürfte über die Rolle des Ersatzmanns nicht hinauskommen. Der junge Stürmer Max Löscher ist nach einem halbjährigen Intermezzo in Leubnitz nun wieder nach Oelsnitz zurückgekehrt.

Noch ohne Sieg Vorletzter ist der FSV Treuen. Nach dem freiwilligen Absprung von Trainer Jens Degenkolb zu Saisonbeginn fand der Aufsteiger unter Nachfolger Silvio Wolter bisher noch nicht wirklich in die Spur. Immerhin gelangen bereits drei Unentschieden. Mit dem nach Kottengrün zurückgekehrten Enrico Bitterbier ist ein Spielerabgang zu vermelden. Einige Akteure aus der Juniorenmannschaft, die in den Männerfußball hineinschnuppern sollen, ausgenommen, gibt es rund um das Jahnstadion keine neuen Gesichter zu sehen.

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